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CW-TV: SaaS ist nicht gleich SaaS

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Das Software-as-a-Service-Modell (SaaS) lässt sich nicht ohne weiteres auf jede Anwendung übertragen, so das Ergebnis einer Podiumsdiskussion auf dem ERP-Forum der CeBIT.

Im Umfeld von SaaS-Modellen gilt es genau zu differenzieren, warnt IDC-Analyst Frank Naujoks Video, ca. 4,5 Minuten).
Im Umfeld von SaaS-Modellen gilt es genau zu differenzieren, warnt IDC-Analyst Frank Naujoks Video, ca. 4,5 Minuten).

Während das SaaS-Modell im Rahmen von Customer-Relationship-Management (CRM) offenbar gut funktioniert, kann es in anderen Bereichen wie beispielsweise Enterprise-Resource-Planning (ERP) durchaus an der einen oder anderes Stelle haken. Das ergab eine Diskussion auf dem ERP-Forum der CeBIT, die gemeinsam von Trovarit und der COMPUTERWOCHE veranstaltet wurde. Zwar geht Joachim Schreiner, Deutschland-Chef von Salesforce.com, davon aus, dass sich grundsätzlich alle Anwendungsbereiche mit Hilfe von Softwareservices bestreiten lassen. Andere Softwareanbieter, die sich auch im klassischen Lizenzgeschäft tummeln, sehen dies natrugemäß sketischer. So pocht Phillip Rimensberger, Manager des Schweizer ERP-Anbieters Bison, auf den direkten Draht zum Kunden. Peter Ruchatz von Microsoft geht davon aus, dass man den Anwendern die Wahl lassen sollte, wie er seine Software beziehen will, gerade auch weil es hierzulande noch Vorbehalte gegen das On-Demand-Modell gibt.

Im Umfeld von Software-as-a-Service (SaaS) gilt es genau zu differenzieren, warnt IDC-Analyst Frank Naujoks. Oft würden Begriffe wie Application Service Providing (ASP), Hosting und On-demand in einen Topf geworfen, obwohl sich die Modelle unterschieden. Während im klassischen Hosting-Geschäft die Kunden nach wie vor ihre Software kaufen, diese allerdings nicht selbst betreiben, mieten die Kunden im On-demand-Verfahren ihre Lösung.

Aktuell versuchten die Anbieter von Software-Services ihr Geschäft über den klassischen Markt für CRM hinaus auszudehnen, beobachtet der Analyst. Allerdings herrschten in Segmenten wie beispielsweise ERP andere Gesetze, sagt Naujoks. Hier gehe es auch um kundenspezifische Anpassungen der Software sowie eine tiefer gehende Integration in die Gesamtinfrastruktur beim Anwender. Angesichts dieser Anforderungen stießen SaaS-Modelle oft noch an ihre Grenzen. Dennoch geht der Analyst davon aus, dass auch ERP-Lösungen als On-Demand-Angebot ihre Chance haben. Gerade hinsichtlich der immer stärker werdenden Serviceorientierung und Modularisierung von Software könnten SaaS-Modelle auf immer mehr Anklang bei den Anwendern hoffen. (ba)


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