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Security
Buchbesprechung

Wie iPhone, Xbox, Tivo & Co das Internet kaputtmachen

10.04.2008 um 14:57 Uhr
Oxford-Professor Jonathan Zittrain vertritt in seinem neuen Buch die These, dass abgeriegelte Geräte wie das Apple iPhone das Web in den Abgrund führen könnten. Die US-Kollegen von Network World haben sich "The Future of the Internet and How to Stop It" genauer angeschaut.

Zittrain, Professor für Internet-Government und -Regulierung an der Oxford-Universität und Mitbegründer des Berkman Center für Internet & Society der Harvard Law School, stößt sich in seinem Buch daran, dass heutige Internet-fähige Appliances wie das iPhone von Apple oder Microsoft's Xbox die bisherige Innovation im PC- und Web-Umfeld behinderten. Der Grund dafür sei, dass es sich bei ihnen erstmals um abgesperrte Geräte handelt, die sich nur vom Hersteller oder ausgewählten Partnern problemlos modifizieren ließen. Bastelaktionen von Endanwendern, welche die PCs und das Internet zu einer bedeutenden Kraft für wirtschaftliche, politische und künstlerische Veränderungen machten, seien dagegen nicht nur schwer vorzunehmen, sondern sogar verboten.

Bei aller Kritik versteht Zittrain durchaus, was die Appliances so attraktiv für den durchschnittlichen Internet-Nutzer macht: Sie sind nett designt, einfach zu nutzen und zuverlässig. "Was wir inzwischen leid sind, sind nicht die unerwartet coolen Dinge, die der PC hervorgebracht hat, sondern vielmehr die unerwartet uncoolen Dinge, die er mit sich brachte", schreibt er. "Viren, Spam, Identitätsdiebstahl, Rechnerabstürze - alle diese sind die Folgen einer gewissen Freiheit, die in den PCs integriert ist. Da diese Probleme allmählich überhand nehmen, sind viele Nutzer bereit, diese Freiheit für das Versprechen von mehr Sicherheit aufzugeben." Gleichzeitig, so Zittrain, wende man sich damit aber einer anderen Form des Webs zu. Dieses neue Internet habe an seinen Endpunkten abgeriegelte Appliances wie das iPhone, die von ihren Herstellern kontrolliert werden - anstelle von offenen, austauschbaren PCs, die an ein offenes Netz angebunden sind, das die nächste Runde an Innovationen unterstützt.



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