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Mehr Bedenken wegen Google Desktop 3

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Sowohl die Cleveland State University als auch Johnson Controls verbannen Google Desktop 3 von ihren PCs.

Ziemlich viel Aufhebens um eine Beta, die gerade ein paar Tage alt ist - aber was Google sagt und tut, genießt halt dieser Tage übermäßige Aufmerksamkeit. Wie auch immer: Die neue Suche über mehrere PCs, bei der Daten auf Servern des Suchriesen zwischengelagert werden, ist wie erwartet (siehe "Google erweitert seine Desktop-Suche") ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Die Verbraucherschützer der Electronic Frontier Foundation (EFF) haben zum Boykott von Google Desktop 3 aufgerufen. Sie befürchten, dass Google Daten der US-Regierung aushändigen müsste, selbst wenn diese nur verschlüsselt und 30 Tage lang vorgehalten werden.

Aus Sicht von Michael Holstein, Sicherheits-Admin an der Cleveland State University, ist jede Zeitspanne, in der Daten auf externen Servern lagern, zu lang für Anwender, die den gesetzlichen Vorschriften von HIPAA (Health Insurance Portability and Accountability Act) und FERPA (Familiy Educational Rights and Privacy Act) genügen müssen. Seine Universität hat Google Desktop 3 daher via Policy verboten. Wird es trotzdem irgendwo auf einem der 5000 kontrollierten PCs installiert, blockiert das System seine Funktion und alarmiert den Administrator.

Auch Faisal Sehbai, Systemadministrator und Netzingenieur bei Johnson Controls, hat in seiner 300 Mann starken Abteilung die Installation von Google Desktop 3 blockiert. "Teile unseres geistigen Eigentums könnten bei Google landen, ein potenziell großes Problem", so Sehbai. Seine Firma arbeite viel mit der Regierung an sicheren, geheimen Informationen.

"Generell mag ich Google und seine Produkte, aber das hier erscheint mir doch etwas invasiver als üblich", erklärte Sehbai. Das strittige Feature sei zwar standardmäßig deaktiviert, aber er sei lieber auf der sicheren Seite.

Google verwies darauf, dass es auch für Version 3 der Desktop-Suche wieder eine "Enteprise"-Variante geben werde, bei der Systemverantwortliche über Policies das zentrale Deployment und die Konfiguration festlegen könnten. Für die Installation von Google Desktop benötige man außerdem Administratorrechte. Es sei also auch möglich, Wildwuchs einzudämmen, indem man nicht auf breiter Front alle Nutzer mit vollen Rechten arbeiten lasse. (tc)

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