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Social Software und Web 2.0

Millennials rocken das Enterprise

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von Martin Bayer
Junge Mitarbeiter fordern von ihren künftigen Arbeitgebern aktuelle Tools und Technik. Unternehmen sind deshalb gefordert, eine Brücke zwischen alter und neuer Arbeitswelt zu schlagen.

Der Chef twittert von der Messe, die Personalchefin stöbert in Facebook nach Informationen über die aktuellen Bewerber, und die Abteilungsleiter füllen Wikis, um ihre Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand zu halten. So funktioniert die schöne neue Internet-Welt im Enterprise-2.0-Zeitalter, glaubt man den Web-Gurus. Aus ihrer Sicht gehört Web 2.0 schon zum alten Eisen. Ihre Visionen reichen längst darüber hinaus: Von semantischen Techniken, weitergehenden Sozialisierungs-Plattformen und virtuellen Welten ist die Rede.

Doch in Wirklichkeit geht alles viel langsamer. Social Media und Web 2.0 kommen nur zögerlich in der Unternehmenswelt an. Laut der Studie "Social Media Company Monitor 2009", die das Deutsche Institut für Kommunikation und Recht im Internet (Dikri) in Auftrag gegeben hat, räumten fast 70 Prozent der rund 350 befragten Geschäftsführer ein, wenig über Web 2.0 zu wissen. Jeder fünfte Manager gab an, den Begriff zwar bereits einmal gehört zu haben, aber nicht zu verstehen, was sich dahinter verbirgt. Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass auch die verschiedenen Tools eher zurückhaltend genutzt werden: 44 Prozent der Befragten verwenden keine Videoplattformen, mehr als drei Viertel führen keinen Blog, und über die Hälfte der Manager erklärte, auf absehbare Zeit keine Aktivitäten in Sachen Social Media zu planen.

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Dabei könnten Unternehmen bereits heute konkreten Nutzen aus dem Web 2.0 ziehen, sagen Experten und warnen die Firmenverantwortlichen davor, den Anschluss zu verpassen. Beispielsweise seien in der Consumer-Electronik-Branche solche Hersteller erfolgreicher, die sich aktiv mit Kunden und Nutzern vernetzten, um deren Erfahrungen und Ideen in den eigenen Entwicklungsprozess einzubinden. Einer Accenture-Studie zufolge erzielen diese Anbieter eine Gewinnmarge von elf bis 13 Prozent, im Vergleich zu fünf Prozent bei Herstellern, die ihr Innovations-Management auf herkömmliche Art und Weise abwickelten.

"Sich rein auf die Kreativität ihrer Entwicklungsabteilung und auf klassische Marktforschung zu verlassen reicht heute nicht mehr", sagt Nikolaus Mohr, Geschäftsführer Communication & High Tech bei Accenture. Verbraucher hätten heute mehr Auswahl denn je und seien immer weniger bereit, Kompromisse einzugehen: "Die Zeiten, in denen man den Anwender zu einem Gerät erziehen konnte, sind vorbei." Mohr hält es für schlau, sich mit Kunden und Ideengebern vernetzen und deren kreative Vorschläge einzusammeln. "Apple hat es allen vorgemacht", so der Accenture-Manager.

Accenture hat weltweit 5600 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zu ihrer IT-Nutzung befragt. Das sind einige Auszüge aus den Ergebnissen:

  • In der Gruppe der 18- bis 27-jährigen betrachten es 37 Prozent bei der Wahl des Arbeitgebers als essenziell, dass ihr Arbeitsplatz mit neuester Technik ausgestattet ist.

  • Rund 55 Prozent der Working Millennials nutzen im Arbeitsalltag Instant Messaging, um sich mit Kollegen, Partnern und Kunden in Echtzeit auszutauschen.

  • 45 Prozent der berufstätigen Millennials kommunizieren über Social Networks wie beispielsweise Facebook.

  • Dabei halten sich 66 Prozent nicht an die IT-Sicherheitsrichtlinien ihres Arbeitgebers. Die Gründe reichen von Unverständnis bis Unwissenheit.


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Um in Zukunft erfolgreich zu bestehen, ist es für Unternehmen wichtig in einen Dialog mit Ihrer Zielgruppe, über Soziale Medien wie Facebook, Twitter und LinkedIn, einzutreten und dort präsent zu sein wo ihre Zielgruppe sich aufhält. Diskussionen über ihre Produkte und Dienstleistungen werden zweifellos statt finden. Die Frage ist, ob Unternahmen an diesen Diskussionen teilnehmen und Ihren Standpunkt darstellen. Ferner könnte es nützlich sein Vertrauen zu bilden und Persönlichkeit zu zeigen bevor ein Angebot an den Kunden statt findet. zum Beitrag


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