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Jimmy Wales steckt auf

"Google-Killer" Wikia Search eingestellt

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von pte pte
Jimmy Wales, Gründer und treibende Kraft hinter der erfolgreichen Online-Enzyklopädie Wikipedia, hat die Öffentlichkeit über einen Blog-Eintrag über die Einstellung der Community-Suchmaschine "Wikia Search" informiert.

Das ursprünglich als "potenzieller Google-Killer" gehandelte Projekt habe "nicht den Erfolg gebracht, den wir uns eigentlich erhofft haben", begründet Wales den aktuellen Schritt. Mitverantwortlich für das Aus von Wikia Search sei auch das schlechte Wirtschaftsumfeld. "In einer anderen Wirtschaftslage würden wir die Finanzierung für Wikia Search auf unbestimmte Zeit verlängern", betont Wales auf seiner Homepage. Persönlich hänge er nämlich sehr stark an dem Suchmaschinenprojekt. "Fürs Erste bleibt uns aber nichts anderes übrig, als die Tore zu Wikia Search zu schließen und unseren Fokus sowie die entsprechenden Ressourcen an andere Wikia-Projekte umzuleiten", so Wales.

"Wikia Search kann im Moment nicht sinnvoll weiterbetrieben werden. Wir sehen keine Möglichkeit, mit diesem Projekt in absehbarer Zeit schwarze Zahlen zu schreiben", stellt Tim Bartel, Country-Manager von Wikia in Deutschland, auf Anfrage von pressetext fest. Die Auswirkungen der Einstellung des Suchmaschinen-Engagements für die im deutschsprachigen Bereich recht zahlreiche Wikia-Community seien aber eher gering. "Wikia Search ist nur eines der vielen verschiedenen Projekte von Wikia. Die Überschneidungen innerhalb der Communitys beider Angebote sind dabei nicht sehr groß", erläutert Bartel. Wikia selbst habe sich in der jüngsten Vergangenheit überaus positiv entwickelt. "Mittlerweile betreiben wir über 14.000 Themen-Wikis mit insgesamt mehr als 2,3 Millionen Seiten. Davon sind etwa 1000 Wikis deutschsprachig. Auf unsere Themen-Wikis haben nach Angaben von Quantcast im letzten Monat über 16 Millionen Unique Users zugegriffen", fasst Bartel zusammen. Bei Wikia Search seien im selben Zeitraum lediglich rund 10.000 Besucher registriert worden.

Wikipedia-Gründer Wales zufolge könnten die Fördermittel von Wikia Search nun anderen Projekten wie etwa der Frage-und-Antwort-Webseite Wikianswers zugeführt werden. Diese habe seit ihrem Relaunch im vergangenen Februar ein "gewaltiges Wachstum" verzeichnet. "Wir werden künftig mehr Zeit in dieses Projekt investieren", kündigt Wales an und ruft die Nutzerschaft gleichzeitig dazu auf, sich zahlreich an der Weiterentwicklung des Portals zu beteiligen. Nur mithilfe der Unterstützung der Community sei es möglich, den Menschen einen "lizenzfreien Zugang zu den Antworten auf all die Fragen dieser Welt" zu bieten, stellt Wales klar. "Das deutsche Gegenstück zu Wikianswers ist am 18. Februar 2009 gestartet und entwickelt sich bislang sehr gut. Längerfristiges Ziel ist es, mit Hilfe des Wiki-Formats und tausender Autoren der Wikia-Gemeinschaft die umfangreichste und vertrauenswürdigste Quelle für Fragen zu allen Themen im deutschsprachigen Web zu etablieren", so Bartel abschließend. (pte)

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