Beginnen wir den Rückblick mit dem Aprilscherz der COMPUTERWOCHE aus dem letzten Jahr. Die Nachricht klang so glaubwürdig, dass die CW-Redaktion am folgenden Tag die Leser aufklären musste: "Microsoft nimmt Blackberry-Technik in Lizenz", meldete die COMPUTERWOCHE am 1. April 2008. Demnach sollten Windows Mobile Devices künftig das Push-Verfahren des Konkurrenten Research in Motion (RIM) verwenden. Eingefädelt wurde der Deal am Rande eines Eishockey-Spiels, bei dem sich die Firmenchefs beider Konzerne trafen.
Andere Online-Medien übernahmen die Meldung, zudem schienen einige Topmanager irritiert. Selbst in der kanadischen Firmenzentrale von RIM reagierte man verschnupft. Dort war das Topmanagement von Blackberry-Hersteller RIM schlicht "not amused" über so viel deutsche Heiterkeit. Am 3. April gab es die Aufklärung (siehe "April, April: Ein Scherz und seine Folgen").


Die RIM-Microsoft-Meldung war indes nicht der einzige Aprilscherz des vergangenen Jahres auf computerwoche.de. Die zweite Aprilmeldung zeugt noch von einem völlig anderen wirtschaftlichen Umfeld als heute, denn sie war übertitelt: "Fachkräftemangel - Bitkom fordert Sechs-Tage-Woche für IT-Experten". Der Branchenverband, so hieß es, plädiere für einen weiteren Arbeitstag für IT-Experten - ohne Lohnausgleich, versteht sich. Um seine Forderung zu untermauern, verwies der Bitkom auf das Offshore-Paradies Indien. Das Durchschnittsgehalt eines indischen Entwicklers liege bei umgerechnet rund 5000 Euro pro Jahr, rechnet der Verband vor. Ein heimischer IT-Experte kassiere bereits im dritten Berufsjahr über 65.000 Euro - bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 36 Stunden gegenüber 55 Stunden in Indien. Diese Rechnung, so der Bitkom, geht nicht auf. Seine Forderung: 45 Arbeitsstunden pro Woche.