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Ubiquity

Mozilla lässt Nutzer den Firefox "herumkommandieren"

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von Thomas Cloer
Taufrisch aus den Mozilla Labs kommt die neue Firefox-Erweiterung "Ubiquity". Sie ist die erste Frucht der Arbeit der zu Mozilla gewechselten Humanized-Entwickler ("Enso").

Ubiqity soll es Firefox-Nutzern ermöglichen, komplexe Web-Aufgaben durch Eingabe simpler Textbefehle zu erledigen. Aza Razkin, nach seinem Wechsel von Humanized jetzt Head of User Experience in den Mozilla Labs, präsentierte die Neuentwicklung gestern in einem Blog-Eintrag.

Ubiquity, derzeit in Version 0.1, soll einfache "Mash-ups" ermöglichen, die ein Nutzer allerdings nur privat verwendet und nicht als öffentliche Seite ins Web stellt. Die eingegebenen Befehle wie "map" oder "e-mail" finden Ressourcen im Netz und sammeln sie zentral. Raskin vergleicht das mit einer Suchmaschine - nur dass der User eintippt, was er tun möchte, und nicht, was er sucht.

Der map-Befehl von Ubiquity in einer Webmail-Anwendung
Der map-Befehl von Ubiquity in einer Webmail-Anwendung
Der map-Befehl von Ubiquity in einer Webmail-Anwendung

Ein Beispiel: Wer einen Freund zum Abendessen einladen möchte, markiert den Namen des angedachten Restaurants, tippt "map" in Ubiqity ein und erhält als Ergebnis umgehend eine Google-Karte mit der Lage des Restaurants. Diese könnte der Nutzer dann noch bearbeiten und in seine Einladungs-E-Mail einfügen. Gäbe er "yelp" in Ubiquity ein, erhielte er Restaurant-Kritiken von Yelp.com, die er gleichfalls mitschicken könnte.

Weitere Befehle, die Ubiquity schon versteht, sind "defi" (schlägt den markierten Begriff nach), "trans" (übersetzt den markierten Begriff) und "twit" (veröffentlicht markierten Text beim "Microblogging"-Dienst Twitter).

Weitere Befehle lassen sich laut Raskin auch ohne tiefere Kenntnisse von Web-Entwicklung leicht hinzufügen und auch mit anderen Ubquity-Nutzern teilen. Ob aus dem Labs-Projekt jemals eine Firefox-Erweiterung wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen.

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