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Knol

Google startet werbefinanziertes Wissensportal

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von Thomas Cloer
Nach einem längeren geschlossenen Beta-Test hat Google gestern sein neues Wissensportal "Knol" (abgeleitet vom englischen "knowledge") für die Allgemeinheit freigeschaltet.

Google Knol - bislang rein englischsprachig - arbeitet anders als die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia werbefinanziert. Und an den (optionalen) AdSense-Einnahmen aus dem Umfeld ihrer Beiträge ("Knols") werden die Autoren beteiligt. Einen Knol schreiben darf jeder, der sich zu einem bestimmten Thema als Experte betrachtet, unter Angabe seines wirklichen Namens. Die Artikel lassen sich um Referenzen ergänzen mit zusätzlichen Informationen verlinken.

Knol kommt in der gewohnt aufgeräumten Google-Optik daher.
Knol kommt in der gewohnt aufgeräumten Google-Optik daher.
Knol kommt in der gewohnt aufgeräumten Google-Optik daher.

Andere Benutzer von Google Knol können anders als bei der Wikipedia Einträge anderer nicht verändern. Dafür dürfen sie à la Web 2.0 Kommentare abgeben, Knols bewerten und Rezensionen schreiben. Knol ist also eher so etwas wie eine kollaborative Blogging-Plattform, zumal sie auch zu einem Thema eine Vielzahl um die Lesergunst konkurrierende Einträge gestattet und sich nicht wie die Wikipedia auf einen Eintrag zu einem Begriff beschränkt.

"Das Internet ist riesig, doch es gibt immer noch viel Expertenwissen, das unbekannt bleibt", erklärt Jürgen Galler, Director of Product Management bei Google. "Knol gibt den Menschen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Kenntnisse mit anderen zu teilen - und als Autor ihres Beitrags genannt zu werden." Google setzt mithin auf das Autorenprinzip und versucht dabei geschickt, an die persönliche Eitelkeit (und Geldgier) seiner Nutzer zu appellieren. Ob sich das Knol-Konzept gegen andere Wissensportale und insbesondere die grundsätzlich anders konzipierte Wikipedia etablieren kann, bleibt abzuwarten.

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