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Microsoft und Cisco treffen sich zum Friedensgipfel

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Zu einer ungewöhnlichen PR-Aktion sahen sich Microsoft-Boss Steve Ballmer und Cisco-CEO John Chambers veranlasst: Sie trafen sich in New York zu einem Friedensgipfel, um besorgte Kunden zu besänftigen.

Microsoft-Chef Ballmer und Cisco-CEO Chambers diskutieren Kooperationsfragen.
Microsoft-Chef Ballmer und Cisco-CEO Chambers diskutieren Kooperationsfragen.

Web 2.0, Unified Communications, Triple Play, Quadruple Play etc. – das Informations-Zeitalter bietet IT-Unternehmen wie Cisco und Microsoft über ihre angestammten Gefilde hinaus genügend neue Märkte mit Wachstumschancen. Was die beiden großen Player in der typisch amerikanischen Art als "challenges and opportunities" betrachteten, sehen ihre Kunden dagegen häufig als Bedrohung an. Sie befürchten beim Wettbewerb der beiden Giganten unter die Räder zu kommen und am Schluss auf inkompatiblen Produkten sitzen zu bleiben. So sah Ciscos Chefentwickler Charlie Giancarlo bereits Anzeichen dafür, dass Anwender aufgrund dieser Unsicherheit ihre Kaufentscheidungen verschoben. Oder, wie es Steve Ballmer formulierte: "Die Kunden wollen keine Wahl zwischen Allem und Nichts."

Angesichts dieser Stimmungslage in der Kundschaft sahen sich Chambers und Balmer jetzt dazu genötigt, die Notbremse zu ziehen. Sie trafen sich in New York zu einem öffentlichen, 45-minütigen Friedensgipfel. Auf der Veranstaltung betonten die beiden Firmenlenker einerseits ein Konkurrenzverhältnis in neuen Märkten. Auf der anderen Seite versuchten sie die Anwender damit zu besänftigten, dass beide Unternehmen in Interoperabilitätsfragen zusammenarbeiten würden. Konkret wollen Microsoft und Cisco dazu in folgenden sieben Bereichen kooperieren:

  • IT-Architektur,

  • Security,

  • Management,

  • Wireless und Mobility,

  • Unified Communications,

  • Connected Entertainment,

  • Small and Medium-Sized Business (SMB).

Hierzu erarbeiteten die beiden Unternehmen in den letzten Monaten ein "Framework for Cooperation", das zehn Technologie-Bereiche umfasst. So wollen sie etwa gemeinsam das Thema Netzoptimierung und Quality of Services (QoS) angehen und dabei die Möglichkeiten des neuen IP-Stacks nutzen, der mit Windows Vista eingeführt wurde. Ein anderes Beispiel betrifft WLANs: Hier sollen etwa die Informationen, die Ciscos Unified WLAN offeriert über Microsofts Location-API genutzt werden können. Und Ciscos Unified Communication Manager wird künftig problemlos auf Windows-Mobile-Geräten funktionieren, so die beiden CEOs.

Letztlich soll dem Anwender damit die Möglichkeit gegeben werden, auch in einer gemischten Umgebung mit Microsoft- und Cisco-Equipment plattformübergreifend moderne IP-Kommunikation-Tools zu nutzen. Und dies selbst dann, wenn die Unternehmen etwa beim Thema Unified Communications als Konkurrenten auftreten. (hi)


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