CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Telekommunikation & Netze

Hosted VoIP eröffnet Geschäftsfelder

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Thomas Hertel (Thomas Hertel ist freier Journalist in München)
Mit Hosted-IP-Services erschließt sich ein Chemie-Dienstleister neue Einnahmequellen.

Die Integration der Sprachkommunikation in IP-basierende Infrastrukturen ermöglicht Dienstleistern heute völlig neue Geschäftsmodelle. Ähnlich wie ein Internet-Service-Provider (ISP) können sie mit dieser Technik zum Preis von vergleichsweise geringen Investitionen auch als lokale oder sogar überregionale Telefongesellschaft auftreten und Internet-Zugang sowie Telefonie kostengünstig aus einer Hand anbieten. Einer der Vorreiter solcher "Hosted IP Services" ist in Deutschland aber nicht etwa ein klassischer ISP, sondern ein Komplettdienstleister für die chemische Industrie.

Hier lesen Sie...

  • wie ein Gewerbepark von mehreren klassischen TK-Anlagen auf ein zentrales VoIP-System migrierte;

  • welche Maßnahmen erforderlich waren, um die gleiche Ausfallsicherheit wie bei einer herkömmlichen TK-Anlage zu rea- lisieren;

  • wie die Hosted-VoIP-Lösung neue Geschäftsfelder und Einnahmequellen eröffnet.

Chemie-Dienstleister

Als Dienstleistungsunternehmen betreibt die aus der früheren Hoechst AG hervorgegangene Infraserv Knapsack GmbH & Co. den Chemiepark Knapsack bei Köln. Auf dem Gelände haben sich rund zehn produzierende Unternehmen aus der chemischen Industrie angesiedelt, darunter Bayer Crop Science, Basell, Clariant und Vinnolit. Zudem beherbergt der Park, der sich über zwei räumlich getrennte Areale in Knapsack und Hürth erstreckt, einige industrienahe Dienstleister.

Da die Anzahl der Neuansiedlungen chemischer Betriebe naturgemäß begrenzt ist, richten sich die Betreibergesellschaften zunehmend darauf aus, einzelne Dienstleistungen auch externen Kunden anzubieten.

Kommunikationsanforderungen

"Wir arbeiten für unsere Kunden auch als Telefongesellschaft", Hans Peter Pütz, Leiter Kommunikationstechnik.
"Wir arbeiten für unsere Kunden auch als Telefongesellschaft", Hans Peter Pütz, Leiter Kommunikationstechnik.
"Wir arbeiten für unsere Kunden auch als Telefongesellschaft", Hans Peter Pütz, Leiter Kommunikationstechnik.

Die Voraussetzungen für diese Art der Expansion wollte auch Hans Peter Pütz schaffen. Als Leiter Kommunikationstechnik ist er bei der Infraserv Knapsack GmbH & Co. KG für die Entwicklung und den Betrieb der gesamten Kommunikations-Infrastruktur verantwortlich. Zudem ging es ihm darum, seinen bestehenden Kunden, also den im Park angesiedelten Unternehmen, eine moderne, flexible und kostengünstige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die nicht zuletzt den besonderen Gegebenheiten der chemischen Industrie Rechnung tragen sollte.

In der Chemiebranche sind die Anforderungen an eine Kommunikationsinfrastruktur besonders hoch, da sie nicht nur die übliche Sprach- und Datenkommunikation unterstützen muss, sondern darüber hinaus auch eine Vielzahl von Notfallprozeduren wie Alarme oder automatisierte Ansagen im Falle eines Chemieunfalls gefordert sind. Während in anderen Branchen Euro und Cent auf dem Spiel stehen, falls eine Anlage einmal ausfällt, geht es hier unter Umständen um Menschenleben. Redundanz und Verfügbarkeit haben deshalb einen extrem hohen Stellenwert.

Für Pütz war klar, dass seine traditionellen Telefonanlagen auf mittlere Sicht diese Anforderungen nicht mehr erfüllen würden. Zwar waren sie robust und unterstützten alle erforderlichen Notfallprozeduren, aber dem zunehmenden Wettbewerb schienen sie nicht mehr gewachsen sein. Zudem beschränkten sie sein Angebot auf das Areal des Chemieparks. Gemeinsam mit der Geschäftsführung beschloss Pütz daher, die gesamte Kommunikationsinfrastruktur auf IP-Basis neu zu entwickeln.

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

TK UND NETZE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Wo die Fritzbox versagt (Foto: AVM) Wo die Fritzbox versagt Lesen Sie, warum es im professionellen Umfeld nicht immer eine gute Idee ist, auf eine Fritzbox zu setzen.
weiter
Skype voll ausreizen Skype voll ausreizen Wie Sie alles aus den kostenlosen Skype-Diensten herausholen und dabei Security-Risiken vermeiden.
weiter
IPv6 - die Zukunft des Internets IPv6 - die Zukunft des Internets Warten oder auf IPv6 migrieren? Diese Frage stellt sich für viele Unternehmen.
weiter
Sparen mit dem lokalen Smart Grid (Foto: Human Internet Consult AG) Sparen mit dem lokalen Smart Grid Bis die Smart Grids aufgebaut sind, dauert es noch Jahrzehnte. Energiekosten sparen können Firmen aber jetzt schon.
weiter
Die besten Tools fürs Netz Die besten Tools fürs Netz Produkte wie Hyperic HQ, FreeNAS oder Webmin beweisen, dass Gutes nicht teuer sein oder von etablierten Herstellern stammen muss.
weiter
MEHR ZUM THEMA VOIP & TK
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps