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Telekommunikation & Netze

Skalierbarkeit und einfacher Betrieb für das Ethernet

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von Burkhard Germer (Market Development Manager im Bereich Metro Ethernet Networks bei Nortel )
Damit Ethernet der Anwendung im WAN gerecht werden kann, sind Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit, Service-Management, standardisierte Dienste und QoS die Voraussetzung.

Seit vielen Jahren ist Ethernet das dominierende Netzprotokoll im LAN (Local Area Network). Durch die Einfachheit dieses Protokolls ist der Betrieb unkompliziert und kostengünstig. Im WAN-Bereich (Wide Area Network) jedoch gibt es eine Vielzahl von Standards wie Frame Relay und ATM. Da diese wesentlich komplizierter sind und weniger Bandbreite bieten, suchen Unternehmen nach Alternativen. Sie möchten ihre Standorte einfach per Ethernet verbinden, um die Komplexität der traditionellen WAN-Technologien zu vermeiden und die Standorte mit hoher Bandbreite kostengünstig anzubinden. Damit können Multimedia-Applikationen und Storage-Dienste besser unterstützt und die Server-Konsolidierung weiter vorangetrieben werden. Marktforscher sagen deshalb für die nächsten Jahre eine starke Verbreitung von Ethernet-Diensten voraus. Laut Infonetics Research sollen die weltweiten Umsätze mit Ethernet-Diensten bis zum Jahre 2009 auf 22,5 Milliarden Dollar pro Jahr steigen.

Angesichts dieser Nachfrage müssen Service-Provider ihre Metro-Netze und regionalen Netze umbauen, um die nächste Servicegeneration wirtschaftlich und profitabel anbieten zu können. Sie haben erkannt, dass sie mit Ethernet Kosten einsparen und den Service verbessern und außerdem eine konvergente Netzinfrastruktur für eine Reihe von Diensten anbieten können. Dazu zählen zum einen Breitband-Triple-Play (breitbandige Service-Aggregation, etwa Rücktransport des Verkehrs von DSLAM-Standorten, als Basis für Multicast- und Broadcast-Video) und zum anderen Wireless Backhaul (Bündelung von Datenverkehr aus Mobilfunknetzen) und Ethernet Connectivity Services.

Starke Nachfrage nach Metro-Ethernet-Systemen

Ein Beleg für die Investitionen der Netzbetreiber in diese Dienste ist die starke Nachfrage nach Metro-Ethernet-Systemen. Sie führte im Jahr 2004 zu einem Jahresumsatz von 2,6 Milliarden Dollar, der laut Schätzungen von Infonetics Research bis 2009 auf 15,1 Milliarden Dollar jährlich steigen soll.

Die Unternehmenskunden erwarten bei Ethernet-Diensten Kostenvorteile, aber trotzdem das gleiche Leistungsniveau wie bei Mietleitungen auf Basis von Frame Relay und ATM. Damit Ethernet auch die von Analysten prognostizierte Durchdringung erreichen kann, muss es sich zum Carrier-Ethernet weiterentwickeln und die gleichen Eigenschaften bieten wie die gegenwärtigen WAN-Technologien:

  • Skalierbarkeit – Provider benötigen ein Netz, das auch Großstadtbereiche und Regionen mit mehreren 100.000 Kunden bedienen kann.

  • Zuverlässigkeit – die Netzverfügbarkeit liegt heute in der Regel bei 99,999 Prozent. Damit Metro Ethernet auch angenommen wird, muss es das Leistungsniveau bieten, das von traditionellen WAN-Technologien zur Verfügung gestellt wird.

  • Service-Management – Service-Provider benötigen ausgereifte Netz- und Service-Management Systeme, die eine schnelle Konfiguration des Netzes erlauben, um neue Dienste zu unterstützen. Sollte es zu einem Ausfall kommen, muss der Service-Provider erkennen können, welche Services davon betroffen sind.

  • Standardisierte Dienste – diese müssen angeboten werden, um die nahtlose Integration von TDM-Services zu gewährleisten, um vorhandene Sprachanwendungen zu unterstützen und um es Service-Providern zu ermöglichen, ihre geografische Reichweite durch Interoperabilitäts-Vereinbarungen mit anderen Netzbetreibern zu erhöhen.

  • Quality of Service (QoS) – Service-Provider müssen ihren Kunden unterschiedliche Service-Levels anbieten, um die Anforderungen der verschiedenen Applikationen berücksichtigen zu können. QoS-Mechanismen liefern die Funktionalität, um verschiedene Verkehrsströme zu priorisieren, Hard QoS jedoch stellt sicher, dass die Service-Level-Parameter, die für jeden einzelnen Service-Level vereinbart wurden, auch über das gesamte Netz eingehalten werden.

Diese Kriterien wurden in das Metro Ethernet Forum (MEF) Carrier Ethernet Certification Program eingearbeitet. Das MEF ist ein Branchengremium aus Anbietern und Service-Providern zur Förderung von Carrier Ethernet Services weltweit. Es testet Produkte für EPL (Ethernet Private Line), EVPL (Ethernet Virtual Private Line) und E-LAN-Services auf Einhaltung der technischen Spezifikationen.

Für die Ausrüster stellen sich dabei eine Reihe von Herausforderungen, um die übliche Funktionalität in Carrier Ethernet zu integrieren. In folgenden werden die verschiedenen Technologien verglichen.

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