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Berlin setzt bei Pannenhilfe auf IP-Technik

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von Adrian Schuster (freier Journalist)

Langfristiger Planungshorizont

Die Tunnel in Berlin sind ringförmig an die Leitzentrale Tegel angebunden.
Die Tunnel in Berlin sind ringförmig an die Leitzentrale Tegel angebunden.
Die Tunnel in Berlin sind ringförmig an die Leitzentrale Tegel angebunden.
Foto: Cisco

"Bis vor fünf Jahren war jeder Straßentunnel einzeln über separate Verbindungen an die Leitzentrale angebunden", erklärt Octavia Görlitzer, Projekt-Managerin bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die ursprüngliche Infrastruktur. Die Berliner Behörde ist verantwortlich für Planung, Betrieb und Wartung sowohl der landeseigenen Straßentunnel als auch von Bundesautobahnen, Letzteres im Auftrag der zuständigen Stellen des BMVBS. Rechtliche Grundlage sind die Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT), ein umfassendes Regelwerk, das kontinuierlich an technische Möglichkeiten und veränderte Anforderungen angepasst wird.

Um das ständig steigende Datenaufkommen der Berliner Tunnelanlagen effizienter zu managen und die RABT-Vorgaben umfassend zu erfüllen, wollte die Senatsverwaltung die historisch gewachsene Anbindungsinfrastruktur vereinheitlichen. "Uns schwebte eine Integrationsplattform vor, die langfristig Bestand hat", sagt Projekt-Managerin Görlitzer. "Vor allem sollte das Netz in der Lage sein, neue Aufgaben ohne nennenswerte Eingriffe an der Basisinfrastruktur zu übernehmen. In unserem Metier reicht der Planungshorizont nicht fünf oder sieben, sondern 20 Jahre."

Integration gefordert

Die Mitarbeiter der Tunnelleitzentrale haben alle Straßentunnel gut im Blick.
Die Mitarbeiter der Tunnelleitzentrale haben alle Straßentunnel gut im Blick.
Die Mitarbeiter der Tunnelleitzentrale haben alle Straßentunnel gut im Blick.
Foto: Cisco

Die eigentliche Ausschreibung des Projekts erfolgte dann durch das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), das als zentraler IT-Partner der öffentlichen Verwaltung Berlins fungiert. Besonderen Stellenwert hatten dabei Punkte wie Ausfallsicherheit, Integrationskraft und Zukunftsfähigkeit. Letztlich fiel das Votum zugunsten Ciscos aus. Rückblickend kommentiert Görlitzer das Ausschreibungsergebnis so: "Für Cisco sprachen verschiedene Gründe, so etwa das breitgefächerte Portfolio oder die Möglichkeit, alle benötigten Komponenten komplett aus einer Hand zu bekommen, einschließlich der Tools für Wartung und Betrieb." Last, but not least spielten bei der Entscheidung auch die Unterstützung offener Standards und Interoperabilität eine Rolle, um das Zusammenspiel mit bestehenden und künftigen Systemen zu ermöglichen.

Konkret hat Görlitzer die Integration bestehender Systeme im angrenzenden Land Brandenburg im Sinn, etwa bei der Archivierung verkehrstechnischer Daten in der Verkehrsrechnerzentrale Brandenburg (VRZ). Ebenso wichtig ist Integration am südlichen Hauptstadtrand, zum Beispiel auf der A 113 im Umfeld des künftigen Großflughafens Schönefeld. Über das aktuelle Verkehrsgeschehen in den nahegelegenen Tunneln Rudower Höhe und Altglienicke müssen Autofahrer rechtzeitig informiert werden, also schon jenseits der Berliner Stadtgrenzen. Eine spätere optionale Verknüpfung mit Brandenburger Signal- und Anzeigesystemen sollte also mit der Systemlösung realisierbar sein.

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