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Telekommunikation & Netze

Aktie bricht ein

Telekom kassiert Prognosen für 2009

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Die Deutsche Telekom hat wegen Schwächen im Auslandsgeschäft ihre Prognosen für das laufende Jahr zurückgenommen.

Im ersten Quartal habe der Konzern insbesondere in den USA und Großbritannien die starke Konjunkturabkühlung und den verschärften Wettbewerb zu spüren bekommen, teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit. Zudem hätten negative Wechselkurseffekte in Polen und Großbritannien auf Umsatz und bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gedrückt. In Deutschland habe das Geschäft im ersten Jahresviertel die Erwartungen des Konzerns unterdessen sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz leicht übertroffen.

Der Bonner Konzern rechnet für 2009 nun mit einem Rückgang des bereinigten EBITDA von zwei bis vier Prozent. Dabei sei die zum 1. Februar konsolidierte griechische Telefongesellschaft OTE noch nicht mit einbezogen. Bei Vorlage der Gesamtjahreszahlen Ende Februar hatte Vorstandschef Rene Obermann noch ein bereinigtes EBITDA sowie einen Free Cashflow auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt. 2008 hatte das EBITDA 19,5 Milliarden Euro betragen. Der Free Cashflow soll nun nur noch bei rund 6,4 Milliarden Euro (2008: 7 Milliarden Euro) liegen.

Marktteilnehmer enttäuscht

Die Aktie fiel am frühen Nachmittag um 6,80 Prozent auf 9,50 Euro. Zwischenzeitlich war sie bis auf 8,61 Euro abgesackt. Marktteilnehmer zeigten sich überrascht von der Prognosesenkung. "Eine solche Entwicklung hätte vorhergesehen werden müssen, die Prognose im Februar hätte nicht gegeben werden dürfen", sagte Sal.Oppenheim-Analyst Frank Rothauge und stellte in Frage, ob die Telekom ihre operative Geschäftsentwicklung in Großbritannien und den USA richtig einschätze.

Merck-Finck-Analyst Theo Kitz sagte, die Zahlen seien zwar enttäuschend ausgefallen, allerdings nicht so gravierend, wie der Absturz des Aktienkurses vermuten lasse. "Die Kursreaktion ist übertrieben. Da hat der Markt wohl etwas überreagiert", sagte Kitz. Als möglichen Grund führte er an, dass die Marktschätzungen die erstmals konsolidierte OTE mit einkalkulierten. Diese sei aber in der Prognose des Unternehmens nicht enthalten. "OTE wird einen Gewinnbeitrag leisten und der wird nicht unerheblich sein".

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