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Telekommunikation & Netze

TK-Unternehmen in der Finanzkrise

Gefahr durch sparende Prepaid-Kunden

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Die Situation der Telcos und ihre Optionen in der Wirtschaftskrise hat die Beratungsfirma Arthur D. Little analysiert. Besonders pessimistisch sehen dabei die westeuropäischen Carrier in die Zukunft.

Vorab die gute Nachricht für die Telcos: Nach Erhebungen von Arthur D. Little steigen die Kommunikationsausgaben der privaten Haushalte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten deutlich stärker als die allgemeinen Ausgaben. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher nach einer Analyse der Krisenjahre 1992 und 2001. Und die Auguren haben noch eine weitere Beruhigungspille parat: Die Carrier scheinen weniger krisenanfällig zu sein als andere Industrien.

Allerdings gilt dies nur, wenn sie einige Dinge beachten: So zahlt es sich laut Arthur D. Little auch in Krisenzeiten aus, Innovationen auf den Markt zu bringen. Hierfür seien die Kunden auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bereit zu zahlen. Weniger gut sehen die Aussichten dagegen für Carrier mit einem hohen Anteil an Prepaid-Kunden aus. Diese Klientel würde am ehesten ihr Kommunikationsverhalten ändern, sprich Kosten sparen. Das gleiche gelte für Kunden, die einzelne TK-Services wie SMS etc. nicht im Pakete beziehen. Sie würden die eine oder andere Kommunikationsart eher einschränken als Kunden, die ein Paket gebucht haben.

Neben diesen äußeren Einflussfaktoren können die Telcos aber auch etwas selbst unternehmen, um ihre Situation zu verbessern: Ihre Investitionsausgaben in längerfristige Anlagegüter reduzieren. Eine Herausforderung vor der laut Arthur D. Little vor allem die europäischen Telcos stehen. Den Beratern zufolge sind nämlich vier der zehn größten Schuldner in Europa Carrier.

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