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Telekommunikation & Netze

Netgear-CEO

Die Chinesen und Taiwaner können nur billig

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Unsere Partner übernehmen die Entwicklung

CW: Security Appliances müssen Sie aber ständig weiterentwickeln, um sie an neue Bedrohungen anzupassen. Forschung und Entwicklung zählen jedoch nicht unbedingt zu den Vorzügen von Netgear, um es höflich zu formulieren.

LO: Ja, unsere Research-and-Development-Strategie unterscheidet sich stark von Cisco oder HP. Schließlich geben wir nur vier Prozent unseres Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus. Aber vom ersten Tag an gehörte es zur Strategie von Netgear, unsere Partner dazu zu bewegen, dass sie für uns die Entwicklung machen. Wir übernehmen das Produktdesign sowie das Projekt-Management, für den Rest sind die Partner zuständig.

CW: Und mit dieser Strategie wollen Sie in den Security-Markt?

LO: Sicher, wir bauen auf Partner, statt alles selbst zu machen. In der alten Welt gab es Sonicwall, Watchguard, Fortinet und andere, die rund um den Globus verteilte Alert-Teams aufbauten, um auf neue Gefahren zu reagieren. Das verteuerte die Produkte. Wir wählen einen anderen Ansatz und setzen auf eine offene Plattform, in die alle Partner ihre Module einbringen können. So könnten wir in Sachen Antivirus mit Sophos oder Kaspersky zusammenarbeiten und beim Thema Spam und URL-Filtering wiederum mit anderen Partnern. Wir verkaufen das dann als komplettes Security-Appliance-Paket.

CW: Sie sprachen davon, dass Unternehmenskunden in schwierigen Zeiten Ihre Produkte kaufen. Aber haben Sie nicht gerade bei aktuellen Themen wie VoIP oder Unified Communications Lücken?

LO: Sicher sind das interessante Themen, die wir uns sehr genau anschauen. Momentan fehlt uns aber das eigene Know-how. Deshalb sind wir beispielsweise Partnerschaften mit Avaya oder Mitel eingegangen. Netgear liefert die Netzinfrastruktur und die Partner die IP-Telefone sowie die entsprechenden Call-Server. Dass wir eventuell einmal eigenes VoIP-Equipment vermarkten, will ich damit nicht ausschließen.

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