CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Telekommunikation & Netze

DSL ist out

Carrier diskutieren Glasfaser-Zukunft

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
Während die letzten Unbelehrbaren noch "DSL für alle" fordern, planen die Carrier bereits den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau.

1.600 Petabyte (1 Petabyte = 1.000.000.000.000.000 Byte) an Daten transportierte allein die Telekom im deutschen Internet, die Abrufzahlen von Youtube steigen ständig, die Verbreitung von HDTV-Inhalten via Internet wird immer populärer. Angesichts dieser wachsenden Datenmengen wundert es nicht weiter, dass die auf dem Münchner IP Summit am Rande der Systems versammelten Experten einen zügigen Glasfaserausbau forderten, um mit dem Bandbreitenbedarf mithalten zu können. Selbst das von der Telekom mit Milliarden-Investitionen errichtete VDSL-Netz erscheint schon veraltet. Mittlerweile kann der Hunger nach Bandbreite wohl nur mit Glasfaser bis zum Gebäude (FTTB) gestillt werden.

Die Technik ist zwar da, doch die Sache hat einen Haken: Ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland wird nach Schätzung der Experten wohl 40 bis 50 Milliarden Euro kosten. Investitionssummen, die ein Carrier wohl kaum alleine stemmen kann. Doch das erforderliche Kapital - die weltweite Finanzkrise erleichtert eine entsprechende Finanzierung derzeit nicht - ist nur ein Problem, auf der anderen Seite stehen ungeklärte Regulierungsfragen. So stellte etwa T-Home-Vorstand Timotheus Höttges auf dem IP-Summit klar, dass in den Augen der Telekom der flächendeckende Glasfaserausbau zu einer komplett neuen Infrastruktur führe und damit die Telekom anderen Regulierungsbestimmungen unterliegen müssen. "Wir bauen nicht eine neue Infrastruktur, nur um sie hinterher günstig den Resalern zur Verfügung zu stellen", so Höttges. Auf der anderen Seite fürchten die Wettbewerber, dass es eventuell in den Ballungszentren zu einem aggressiven Infrastrukturwettbewerb kommt. Hier könnten dann mehrere Glasfasernetze parallel nebeneinander gebaut werden, während in der Fläche niemand investiert. "Die wäre ein volkswirtschaftlicher Wahnsinn", so ein Manager hinter vorgehaltener Hand.

Alle Beteiligten sehen deshalb die Politik gefordert. Sie müsse schnellstmöglich einen Regulierungsrahmen schaffen, der klare und faire Bedingungen schafft. Sonst so die Befürchtung der Teilnehmer am IP-Summit, droht Deutschland in Sachen Breitband-Zukunft endgültig ins Hintertreffen zu geraten.

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

TK UND NETZE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Wo die Fritzbox versagt (Foto: AVM) Wo die Fritzbox versagt Lesen Sie, warum es im professionellen Umfeld nicht immer eine gute Idee ist, auf eine Fritzbox zu setzen.
weiter
Skype voll ausreizen Skype voll ausreizen Wie Sie alles aus den kostenlosen Skype-Diensten herausholen und dabei Security-Risiken vermeiden.
weiter
IPv6 - die Zukunft des Internets IPv6 - die Zukunft des Internets Warten oder auf IPv6 migrieren? Diese Frage stellt sich für viele Unternehmen.
weiter
Sparen mit dem lokalen Smart Grid (Foto: Human Internet Consult AG) Sparen mit dem lokalen Smart Grid Bis die Smart Grids aufgebaut sind, dauert es noch Jahrzehnte. Energiekosten sparen können Firmen aber jetzt schon.
weiter
Die besten Tools fürs Netz Die besten Tools fürs Netz Produkte wie Hyperic HQ, FreeNAS oder Webmin beweisen, dass Gutes nicht teuer sein oder von etablierten Herstellern stammen muss.
weiter
MEHR ZUM THEMA VOIP & TK
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps