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Telekommunikation & Netze

Green IT

Das Netz als heimlicher Stromfresser

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Sparsame Glasfaser

Vor diesem Hintergrund kann die Glasfaser gleich doppelt punkten. Zum einen treten bei ihr, so 3Com-Geschäftsführer Kracke, in engen Kabelschächten keine Übertragungsfehler durch Übersprechen auf, zum anderen verbraucht sie weniger Strom, da DSP zur Fehlerkompensation entfallen kann. Pro Netzwerk-Port braucht die Glasfaser mit einem Watt, wie Cisco-Manager Roschek vorrechnet, rund sieben Watt weniger als ein klassischer Kupferkabel-Anschluss.

Allerdings ist auch beim Kupferkabel in Sachen Ethernet noch nicht das letzte Wort gesprochen: Das US-amerikanische Normierungsgremium IEEE arbeitet unter der Bezeichnung "IEEE 802.3az" an einer Erweiterung der Ethernet-Standards um das "Energy Efficient Ethernet". Davon verspricht sich etwa David Law, Chairman der IEEE-802.3, enorme Einsparmöglichkeiten

Zukunft: Energy Efficient Ethernet

Glasfaseranschlüsse benötigen pro Port rund sieben Watt weniger als ein klassischer Kuperkabelanschluss.
Glasfaseranschlüsse benötigen pro Port rund sieben Watt weniger als ein klassischer Kuperkabelanschluss.
Glasfaseranschlüsse benötigen pro Port rund sieben Watt weniger als ein klassischer Kuperkabelanschluss.

Die Idee hinter Energy Efficient Ethernet ist, dass ein LAN-Port nur noch dann Strom verbraucht, wenn auch wirklich gerade Daten übertragen werden. Im Leerlauf sollte er dann einen Energiebedarf von annähernd null Watt aufweisen. Damit hält im LAN ein Gedanke Einzug, der im Carrier-Umfeld bei den DSL-Zugängen bereits verwirklicht ist: So verfügt ADSL2/2+ genau über eine solche Stromsparfunktion, die im DSL-Modem und im DSLAM den Energieverbrauch senkt, wenn keine Daten übertragen werden, die Geräte also in eine Art Schlafmodus schickt. Beim Energy Efficient Ethernet sollen nun die Daten in möglichst kurzer Zeit mit höchster Geschwindigkeit übertragen werden. Danach soll der Port dann in einen Schlafzustand verfallen, wo er fast keinen Strom verbraucht. Steht dann eine neue Übertragung an, werden die beteiligten Kommunikations-Ports mit einem Wecksignal wieder in den aktiven Übertragungsmodus versetzt. "Und der typische Ethernet-Port eines Endgeräts befindet sich zu 99 Prozent der Zeit im Leerlauf und benötigt heute dennoch unvermindert Energie ", erklärt Law das Potenzial der neuen Technik.

So viel versprechend der Energy-Efficent-Ethernet-Ansatz auch klingt, bei den momentanen Bemühungen, den Energiebedarf zu senken, bringt er wenig: Branchenkenner rechnen nämlich erst 2010 mit einer Verabschiedung der IEEE-Norm 802.3az. Zudem müssen die Anwender hier erst einmal kräftig investieren. "Energy Efficient Ethernet funktioniert nur", so IEEE-Mitglied Law, "wenn beide Endpunkte einer Verbindung einem Upgrade unterzogen werden - also etwa ein Switch-Port und der Netzwerk-Port eines Rechners." Für die Anwender bleibt zumindest ein Trostpflaster: Die Technik ist abwärtskompatibel zum klassischen Ethernet, so dass etwa gemischter Betrieb möglich ist und eine Einführung mit der Substitution vorhandener Notebooks und PCs durch neue Geräte erfolgen kann, denn bei kommenden Produktgenerationen dürfte IEEE 802.3az ein Standard-Feature sein.

(1 Beitrag), 
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nethawk_de
Dieser Artikel passt in die Landschaft. Alles redet und schreibt über Green IT und in der gesamten IT werden Ansätze zum Stromsparen gesucht. Egal ob es sinnvoll oder logisch ist. Ich möchte betonen, dass ich für die Senkung des Stromverbrauches bin. Aber nicht mit so "grenzwertigen" Argumenten. Da wird Hr. Kracke von 3Com zitiert, der einfach mal so behauptet, dass 10 Gigabit die sechsfache Strommenge verbraucht als Fast Ethernet. Und wenn 3Com befragt wird, darf auch Cisco nicht fehlen. Der Platzhirsch im Netzwerkbereich behauptet dann einfach mal, dass Glasfaser-Ports sieben Mal weniger Strom verbrauchen als Kupferports. Alles unbewiesene Marketing-Sprüche. Als nächstes Highlight kommt das Zitat "Kaufe einen neuen Switch; entsorge den Alten. Es wird Energie eingespart." Da die Rechnung - Alt gegen Neu - am Einzelgerät aber nicht so spektakulär ist, wird der Einsparungs-Effekt an einem "typischen" Unternehmens-Netzwerk (100 Switches / 2.000 Endgeräte) vorgenommen. Jetzt kommt endlich eine 6-stellige Kilowattstunden-Zahl heraus, die positiv ins Auge fällt und auch medienwirksam präsentiert werden kann. Diese Sprüche und mathematischen Glanzleistungen können doch nur von Switch-Herstellern kommen. Schließlich verdienen die ihr Geld damit. Auch "Power over Ethernet" wird nicht vergessen. Aber wo bleiben jetzt die Marketing-Aussagen der Hersteller? Vor allen Dingen des Herstellers, der als Erster auf dem Markt eine eigene Lösung für den grösseren Verbrauch seiner eigenen über PoE angeschlossenen Geräte präsentierte. Das Beste kommt zum Schluß des Artikels: Die Stromspar-Tipps Hier werden journalistische Weisheiten präsentiert, die keinen IT-Manager wirklich begeistern können, da sie entweder mit grossen Investitionen seitens des Anwenders verbunden sind oder eine Vorleistung der Hersteller von Netzwerk-Komponenten, Servern, Endgeräte-PCs, Druckern usw. bedeuten. Ein paar Beispiele: - Es wird mehr als 100 Mbit-Ethernet benötigt, da riesige Datenmengen übertragen werden müssen, nur weil wir unbedingt unseren Gesprächspartner beim Telefonieren beobachten möchten. Zu dem gibt es Betriebssysteme, die nur 60% der möglichen Übertragungsleistung bewältigen können und somit die nächste Geschwindigkeitsstufe einfach vorgegeben ist. - PoE zu managen ist eine ursächliche Aufgabe der Hersteller, die, nur weil es so einfach ist, immer das Maximum fordern, da es angeblich zu viel Aufwand bedeutet, den gesamten RFC umzusetzen. Außerdem kann die Software so in allen Geräten eingesetzt werden, egal wie hoch der Strombedarf ist (Software-Einsparungen beim Hersteller). - I/O-Komponenten in Servern zu reduzieren bedeutet aber auch, dass Betriebssysteme in der Lage sind, so eine Konfiguration zu unterstützen. - konvergente Netze - das Schlagwort der letzten Jahre. Vor einigen Wochen gab es eine Studie, die nachgewiesen hat, das so eine Konvergenz nicht unbedingt Energieeinsparungen mit sich bringt. Fazit: Der Artikel ist nicht unbedingt eine Glanzleistung, da bei den Marketing-Aussagen noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, einen Beweis zu liefern. Damit leidet die Glaubwürdigkeit des Artikel. zum Beitrag


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