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Telekommunikation & Netze

Kauf von PostPath

Cisco steigt ins E-Mail-Geschäft ein

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Neue Konkurrenz für Microsoft: Der TK-Ausrüster will künftig Dienste für E-Mail und Zusammenarbeit über seine Web-Plattform Web Ex Connect anbieten.

Cisco Systems will für 215 Millionen Dollar den Anbieter PostPath übernehmen. Dieses entwickelt Software für die E-Mail- und Kalenderverwaltung sowie zur Archivierung elektronischer Post. Kernprodukte sind verschiedene Versionen des "PostPath Server", die der Hersteller als Alternativen oder Ergänzungen zu Microsoft Exchange vermarktet.

Cisco steigt mit dem Kauf, der bis Oktober abschlossen sein soll, in den Markt für E-Mail-Management ein. Dieser ist derzeit zum einen von einer Wirtschaftlichkeitsdebatte über den internen oder externen Betrieb von E-Mail-Lösungen sowie dem Entstehen umfassender Unified-Communications-Plattformen geprägt, die E-Mail mit weiteren Kommunikationsdiensten vereinen.

Software as a Service

Vor diesem Hintergrund plant Cisco laut Doug Dennerline, Senior Vice President von Ciscos Collaboration Software Group (CSG), die Software von PostPath als Teil der eigenen Web-Plattform Web ex Connect anzubieten. Letztere erwarb der Hersteller im vergangenen Jahr, um über sie eigenen Collaboration-Dienste zur Miete (Software-as-a-Service) anbieten zu können.

So verfügt diese Plattform unter anderem bereits über Anwendungen für Instant Messaging, Arbeitsräume für die virtuelle Zusammenarbeit, Wikis und gemeinsame Nutzung von Dokumenten. Mit PostPath kommt nun ergänzend eine Groupware hinzu, die sich laut Anbieter unter anderem mit Microsoft Exchange, dem Active Directory, Microsoft ActiveSync und dem Blackberry Enterprise Server kombinieren lässt. Ebenso hatte sich PostPath aber auch als Linux-basierenden Exchange-Ersatz im Markt positioniert, der nach eigenen Angaben bei der Verwaltung großer Datenmengen und in punkto Systemleistung Microsoft übertreffe.

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