CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Telekommunikation & Netze

Cisco Expo 2008

Web 2.0 ist mehr als nur Social Networks

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken

Basistechnik WebEx

Vorzeigeanwendung in Sachen Collaboration ist Ciscos Highend-Videokonferenzsystem Telepresence.
Vorzeigeanwendung in Sachen Collaboration ist Ciscos Highend-Videokonferenzsystem Telepresence.
Vorzeigeanwendung in Sachen Collaboration ist Ciscos Highend-Videokonferenzsystem Telepresence.
Foto: Cisco

Hinter dem Ganzen steckt letztlich Technologie, die Cisco mit der Übernahme von WebEx erwarb, die für Chambers eine der "besten Akquisitionen" der letzten Jahre ist. WebEx ermöglicht nämlich das virtuelle Zusammenarbeiten in Konferenzschaltungen auch über relativ schmalbandige Verbindungen. Mit der WebEx-Lösung vertraute Anwender berichten sogar davon, dass sie bereits über GPRS erfolgreiche Konferenzschaltungen realisiert hätten. Das technische Geheimnis dahinter ist, dass WebEx auf einem globalen, privaten Netz basiert und konstant im Hintergrund die Daten eines virtuellen Meetings überträgt. Bei Veränderungen an einem Dokument muss so nicht die komplette Datei neu übertragen werden, sondern nur die neue Information. Offen blieb bei Chambers Vortrag jedoch, wie die WebEx-Technik in eine künftige MeetingPlace-basierende Collaboration-Plattform integriert werden soll. Stand heute handelt es sich bei WebEx nämlich um eine Hosted-Plattform, mit der sich Cisco als Service-Provider betätigt. Zieht man dann Chambers strategische Ankündigungen der letzten Zeit mit ins Kalkül, dass sich Cisco zu einem IT-Player wandeln müsse, dann stellt sich die Frage, ob es die WebEx-Technologie künftig auch als Server-Applikation oder als Service für die größeren Enterprise Switches und Router geben wird.

Ciscos DataCenter-Strategie

Deutlicher sichtbar wird die Ausrichtung von Cisco als IT-Player in Sachen DataCenter. Mit der Strategie DataCenter 3.0 will die Company den Anforderungen einer Service-orientierten, Web-2.0-basierenden Applikationswelt in den Rechenzentren gerecht werden. So soll es die Cisco-Technik erlauben, regelbasiert und dynamisch auf die unterschiedlichen Anwendungsanforderungen zu reagieren und dadurch die Ressourcen den jeweiligen Applikationen besser zuweisen und skalieren zu können. Zudem trage man mit DataCenter 3.0 dem Trend Rechnung, dass Web- und XML-Anwendungen mehr Kommunikation zwischen Geräten wie Servern und Speichern verursachen. Hierzu hat Cisco mit dem Data Center Ethernet (DCE) ein eigenes Protokoll entwickelt, das einen schnellen und verlustfreien Datentransport im Rechenzentrum garantieren und damit eine Alternative zu Infiniband oder FibreChannel sein soll. Bereits 2009 werden in diesem Bereich laut Cisco 10-Gigabit-Anschlüsse zum Standard gehören, 2011/12 soll dann die 40-GBit-Schallmauer durchbrochen werden. Neben dem Leistungsschub wartet DCE nach Angaben der Networking-Company noch mit einem weiteren Vorteil auf: Da bisherige Übertragungsverfahren in DCE gekapselt werden, lasse sich so die Zahl der I/O-Karten in Servern drastisch reduzieren, was Kosten und Energie einspare. Gleichzeitig lasse sich dank der höheren Geschwindigkeiten mehr Anwendungsintelligenz wie Replikation und Backup von den Servern in die Switches im Netz verlagern. Eigene Server oder Plattenspeicher, so Cisco werde man allerdings nicht anbieten. Allerdings hat der DCE-Ansatz einen Schönheitsfehler: Das Protokoll ist noch nicht standardisiert. Experten rechnen frühestens in einem Jahr mit einer entsprechenden Spezifikation.

Mit ihrer DataCenter-Strategie will die Company in fünf Jahren zum führenden Ausstatter für Rechenzentren avancieren. Damit würde sich Cisco nicht nur einen lukrativen Markt - rund 70 Prozent der IT-Budgets fließen heute in die Rechenzentren - erschließen, sondern gleichzeitig seine Position in den Unternehmen verstärken. Während ein Switch heute eher leicht gegen ein Konkurrenzprodukt ausgetauscht ist, hat die RZ-Ausstattung für das Gros der Anwender strategische Bedeutung. Auf lange Sicht gibt dann auch die starke Betonung des Themas TelePresence auf der Cisco Expo Sinn. Mit dem Videokonferenzsystem, das primär auf der Entscheidungsebene der hohen Führungskräfte (CxO) verkauft wird, hält auch der CallManager, Ciscos IP-Kommunikationssoftware, bei den Anwendern Einzug und legt ein Unternehmen in Sachen VoIP oder Unified Communication auf die Cisco-Welt fest. (hi)

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

TK UND NETZE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Wo die Fritzbox versagt (Foto: AVM) Wo die Fritzbox versagt Lesen Sie, warum es im professionellen Umfeld nicht immer eine gute Idee ist, auf eine Fritzbox zu setzen.
weiter
Skype voll ausreizen Skype voll ausreizen Wie Sie alles aus den kostenlosen Skype-Diensten herausholen und dabei Security-Risiken vermeiden.
weiter
IPv6 - die Zukunft des Internets IPv6 - die Zukunft des Internets Warten oder auf IPv6 migrieren? Diese Frage stellt sich für viele Unternehmen.
weiter
Sparen mit dem lokalen Smart Grid (Foto: Human Internet Consult AG) Sparen mit dem lokalen Smart Grid Bis die Smart Grids aufgebaut sind, dauert es noch Jahrzehnte. Energiekosten sparen können Firmen aber jetzt schon.
weiter
Die besten Tools fürs Netz Die besten Tools fürs Netz Produkte wie Hyperic HQ, FreeNAS oder Webmin beweisen, dass Gutes nicht teuer sein oder von etablierten Herstellern stammen muss.
weiter
MEHR ZUM THEMA VOIP & TK
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps