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Test Synology DS207+

Billig-NAS mausert sich zum Linux-Server

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Diskstation als Video-Server

Geduld ist auch bei einer anderen Anwendung der Diskstation angesagt: Wer die Photostation bei der ersten Inbetriebnahme gleich mit mehreren Gigabyte an Fotos und Videos voll schaufelt, sollte sich nicht wundern, wenn die NAS erst einmal einen Tag mit sich selbst beschäftigt ist. Die Software legt nämlich für die übersichtliche Darstellung der Fotos von jedem Bild ein eigenes Indexbild an. Noch zeitfressender ist die Bereitstellung von Videos. Zwar spielt die Diskstation die Videoformate ASF, AVI, MPEG1, MPEG4, WMV, XvID und DivX ab, doch diese muss sie erst in das Flash-Format umwandeln. Und dabei stößt die Hardware mit ihrem 500-Megahertz-Prozessor und lediglich 128 MB RAM an ihre Leistungsgrenzen. Wer allerdings die erforderliche Geduld aufbringt, wird hinterher mit einer einfach zu bedienenden Bild- und Videodatenbank entschädigt, die mit Features wie einer integrierten Diashow aufwartet. Positiv zu erwähnen ist dabei auch, wie einfach sich die gespeicherten Videos inklusive Player-Software in andere Web-Seiten integrieren lassen. Während hierzu bei angeblich professionellen Redaktionssystemen wahre Klickorgien notwendig sind, geschieht dies bei der Diskstation per einfaches Click and Paste.

Ebenso einfach ist der Dateiaustausch via Internet. Wer seine Anwender nicht mit den Feinheiten von aktivem und passivem FTP konfrontieren will, findet in der integrierten Filestation ein Tool zum Web-basierenden Datenaustausch. In Ermangelung einer passenden Kamera haben wir die integrierte Surveillance Station nicht näher betrachtet. Dieses Feature soll es dem Benutzer ermöglichen, bis zu fünf entfernte Kameras mit der Diskstation zu überwachen und ihre Bilder aufzuzeichnen. Standardmäßig wird die DS207+ mit einer Lizenz für eine Kamera ausgeliefert, weitere Lizenzen müssen extra erworben werden. Bevor der Anwender mit dem Einsatz dieser Funktion liebäugelt, sollte er sich auf den Synology-Seiten über die freigegebenen Kameras oder die von anderen Usern getesteten Kameras informieren. Generell sollte die Videokamera per IP-Adresse ansprechbar sein und einen IP-Videostream ausgeben.

Datensicherheit per Backup

In Sachen Datensicherheit hat der Diskstation-Benutzer die Wahl zwischen drei verschiedenen Verfahren: Mit Hilfe der Software "Data Replicator 3" können die Daten - inklusive der Outlook-Postfächer - eines Windows-PC auf der NAS gesichert werden. Besonders interessant ist dabei das Feature, mehrere unterschiedliche Versionen einer Datei zu sichern. Auf diese Weise sind unterschiedliche Dokumentenversionen auch später noch nachvollziehbar. Die Diskstation selbst kann der Benutzer gegen Datenverluste sichern, indem er etwa die Festplatten - im Gegensatz zu unserem Test mit Raid 0 - als Raid 1 konfiguriert. Auf diese Weise ist er zumindest gegen einen physikalischen Ausfall der Festplatte abgesichert. Eine weitere Option ist die Sicherung der Daten auf einer lokalen Festplatte, die per USB oder eSATA direkt an die NAS angeschlossen wird. Kommen gleich mehrere Diskstations an unterschiedlichen Standorten zum Einsatz, bietet sich ein drittes Verfahren an: das Backup der Diskstation über Netz auf einer anderen Diskstation, etwa in der Zentrale. Beide Backup-Verfahren werden über die Management-Oberfläche der Diskstation gesteuert, so dass ein Systembetreuer die Vorgänge auch aus der Ferne anstoßen kann. Damit dabei die Sicherheit nicht zu kurz kommt, kann der Zugang zur Admin-Oberfläche auch per https erfolgen.

Eher auf den privaten Einsatz ausgerichtet sind dagegen die anderen Funktionen der Diskstation. So verfügt sie beispielsweise über einen integrierten Bittorrent-Client, mit dem auch bei ausgeschaltetem PC Daten aus dem Internet heruntergeladen werden können. Bewährt haben sich im Soho-Einsatz zwei weitere Funktionen: Wird die Diskstation auch als iTunes-Server konfiguriert, kann die im Ordner "music" gespeicherte Musik mit jedem iTunes-Client wiedergegeben oder auf einen angeschlossenen iPod überspielt werden. Allerdings funktioniert dies nur mit Stücken, die nicht DRM-geschützt sind. Ist der Multimedia-Service der Box aktiviert, fungiert die NAS zudem als Streaming-Server im eigenen Netz. Über entsprechende DMA-fähige Endgeräte können so auf der NAS hinterlegte Audio-, Video- und Bilddateien wiedergegeben werden.


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