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Mobile & Wireless

Blackberry-Verbot

Nokia fällt RIM in den Rücken

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Der finnische Handy-Hersteller hat sich bereit erklärt, die Vorschriften der indischen Regierung zu erfüllen und bis November eine eigene Infrastruktur für seinen Push-Mail-Service im Land zu errichten.

Die Ankündigung des Marktführers, er werde die Server für seinen "Nokia Messaging Service" bis zum 5. November nach Indien umziehen, kommt einen Tag vor Ablauf eines Ultimatums der Regierung gegen den Rivalen Research in Motion (RIM). Diese fordert für ihre Ermittlungsbehörden direkten Zugriff auf einige Blackberry-Dienste - sollte bis zum 31. August keine technische Lösung gefunden sein, mit der Behörden auf die Blackberry-Kommunikation in lesbarem Format zugreifen können, werden die Blackberry-Dienste blockiert.

Um dem Boycott der Dienste zu entgehen, hatte RIM bereits in der vergangenen Woche die Gründung eines Industrieforums vorgeschlagen. Dieses soll Wege finden, wie die Sicherheitsbedürfnisse des Landes mit den Bedürfnissen der Kunden nach einem vertraulichen Informationsaustausch in Einklang zu bringen sind. Gleichzeitig betonte der Hersteller erneut, dass er keinen "Master-Key" besäße. Es gäbe auch keine Hintertür in dem System, über die RIM oder eine andere Drittpartei Zugang zu verschlüsselten Enterprise-Mails gewähren könnte. Entgegen anders lautenden Berichten helfe auch das Aufstellen des zuständigen Blackberry-NOCs vor Ort in keinster Weise dabei, Zugang zu den verschlüsselten Informationen zu erhalten.

Branchenriese Nokia hatte bereits Anfang des Monats verkündet, dass er bereit sei, die geltenden staatlichen Behörden in ihrer Forderung nach einem hohen Maß an Sicherheit zu unterstützen. Gleichzeitig sei es bereits dabei, die dazu erforderliche Infrastruktur aufzubauen. An diesem Montag wiederholte das Unternehmen, dass es alle lokalen Gesetze und Vorschriften befolge. Es sei aber auch für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer und die Aufrechterhaltung ihres Vertrauen verpflichtet.

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