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Safari-Ableger

Erstmals Browser im iPhone-App-Store

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von pte pte
Im App Store für das iPhone sind gestern, Dienstag, erstmals Browser-Programme verschiedener kleiner Drittanbieter aufgetaucht.

Bislang hatten Webbrowser als ein Anwendungstyp gegolten, der eine vorhandene iPhone-Funktionalität - den Safari-Browser - dupliziert, weshalb ihnen der Zugang zum Apple-Store verwehrt blieb. Ob der Schritt letztendlich auch eine Öffnung für namhafte Browser-Konkurrenten wie Firefox oder Opera mit sich bringen wird, bleibt aber abzuwarten. "Unser erster Eindruck ist, dass alle diese Browser im Prinzip nur Modifikationen von Safari sind", erklärt Opera-Sprecher Tor Odland im Gespräch mit pressetext. Daher müsse man sich erst genauer ansehen, ob sich nunmehr auch für Opera die Tür zum iPhone auftut.

Eine Reihe verschiedener Vorteile versprechen die neuen iPhone-Browser. Der kostenlose "Edge Browser" blendet Adress- und Navigationsleiste aus, um mehr Platz für die Content-Betrachtung zu schaffen und der ebenfalls gratis verfügbare "Hot Browser" verspricht bei Schütteln des iPhones den Aufruf einer zufälligen populären Webseite. "Shaking Web" dagegen will den Effekt kleiner Handbewegungen, die durch die Bewegungssensoren die Bildschirmdarstellung beeinflussen, ausgleichen und so das Surfen noch mobiler machen. Der "WebMate:Tabbed Browser" wiederum öffnet neue Links im Hintergrund, um Inhalte später lesen zu können. Diese Anlehnung an das Tabbed Browsing soll das Surfen wie auf dem Desktop-Computer erleichtern.

Ob sich die App-Store-Kriterien bezüglich Konkurrenz zu eingebauter Funktionalität allgemein lockern, will Apple aber ebenso wenig öffentlich kommentieren wie die Frage, ob in weiterer Folge auch die mobilen Versionen gängiger Browser wie Opera im App Store auftauchen könnten. "Entwickler, die am iPhone Developer Program teilnehmen, können solche Fragen mit Apple besprechen", meint Apple-Sprecher Georg Albrecht gegenüber pressetext.

Für Opera wäre eine iPhone-Öffnung interessant, da das norwegische Unternehmen bereits seit längerem an einer iPhone-Version von Opera Mini gebastelt hat. Wie genau sich die Browser-Möglichkeiten beim iPhone jetzt wirklich verändert haben, müsse aber erst genauer analysiert werden, so Odland. Ein grundlegendes Problem dürfte bestehen bleiben: Opera Mini ist eine Java-basierende Anwendung und das iPhone unterstützt kein Java. Die Flinte endgültig ins Korn werfen wollen die Norweger aber keinesfalls. "Unser Ziel ist es, Opera auf allen Plattformen verfügbar zu machen. Also werden wir weiterhin anstreben, den Browser auch auf das iPhone bringen zu können", betont Odland. (pte)

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