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Mobile & Wireless

Nokia noch pessimistischer

Handy-Markt bricht weiter ein

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Der Handy-Weltmarktführer Nokia beurteilt die Geschäftsaussichten der Branche angesichts des globalen Wirtschaftsabschwungs noch pessimistischer als vor einigen Wochen.

Das Unternehmen rechnet nun damit, dass der erwartete weltweite Handy-Absatz von 330 Millionen Stück im vierten Quartal nicht erreicht wird. Dies werde dazu führen, dass auch im Gesamtjahr weniger als die bislang prognostizierten 1,24 Milliarden Stück verkauft werden, wie Nokia am Donnerstag auf einem Analystentag in New York mitteilte. Im kommenden Jahr werde es dann um weitere mindestens fünf Prozent nach unten gehen. Auch für das Geschäft mit Mobilfunk-Ausrüstung - zusammengefasst in Nokia Siemens Networks - zeigte sich der Konzern wenig zuversichtlich.

Die Aktie gewann am frühen Nachmittag dennoch knapp fünf Prozent auf 10,95 Euro hinzu. Nach Ansicht von Börsianern waren schlechte Nachrichten nach den jüngsten Negativmeldungen der Nokia-Konkurrenten bereits erwartet worden. Positiv wiege dagegen Nokias Ankündigung, die Absatzflaute im kommenden Jahr für eigene Marktanteilsgewinne nutzen zu wollen, ausdrücklich auch bei den margenträchtigen Smartphones. "Ich glaube, wir werden unsere Position an mehreren Fronten stärken", sagte Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo.

Für das laufende vierte Quartal traut sich der Konzern jedoch keine Aussage über seinen Anteil am Gesamtmarkt zu. Im dritten Quartal kamen 38 Prozent aller Handys vom Branchenprimus. Für die Handyhersteller ist der Marktanteil sehr bedeutsam, insbesondere seitdem verstärkt Billiggeräte nachgefragt werden. Nur durch hohe Stückzahlen lassen sich die Entwicklungskosten in der kurzlebigen Industrie wieder hereinholen. Zuletzt hatte Nokia an Marktanteil verloren, gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Gerätepreise.

Finanzchef Rick Simonson kündigte weitere Kostensenkungen an, ohne allerdings in Details zu gehen. Die Sparmaßnahmen sollen die Einbußen durch den schrumpfenden Markt zumindest teilweise auffangen. Zudem setzen die Finnen weiterhin große Erwartungen in ihr Service-Geschäft. Neben Musik bietet Nokia unter anderem Navigationslösungen an.

Auch im Geschäft mit Mobilfunk-Ausrüstung erwartet Nokia einen branchenweiten Rückgang von fünf Prozent im kommenden Jahr. In diesem Jahr hoffen die Finnen dagegen noch auf ein relativ stabiles Abschneiden. Ihren eigenen Marktanteil will die Tochter Nokia Siemens Networks (NSN) stabil halten. Auch das Synergieziel aus dem Zusammenschluss von Nokias Ausrüstungssparte mit der von Siemens werde im Wesentlichen erreicht, hieß es. Bis Ende Dezember will NSN zwei Milliarden Euro einsparen. (dpa/tc)

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