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Ex-Philips-Sparte

Halbleiter-Konzern NXP streicht 850 Jobs in Hamburg

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Der niederländische Elektronik-Konzern NXP Semiconductors streicht 4.500 Arbeitsplätze, davon 850 in Hamburg. Außerdem sollen vier Fabriken geschlossen werden.

Die Schritte seien im Rahmen einer weltweiten Umstrukturierung erforderlich, um die "finanzielle Situation zu verbessern und die Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu schaffen", teilte das früher zu Philips gehörende Unternehmen am Freitag mit. In Hamburg sei vor allem die Produktion betroffen, wo 640 Arbeitsplätze gestrichen würden. Die übrigen Plätze fielen in der Verwaltung weg. Ein Teil des Hamburger NXP-Werkes werde geschlossen, während der Standort insgesamt konsolidiert werden soll. Am Hamburger Standort sind derzeit 2.500 Menschen beschäftigt.

Am niederländischen NXP-Standort Nimwegen fallen 1.300 Arbeitsplätze weg. Geschlossen wird auch eine Fabrik in Fishkill (US-Bundesstaat New York). Das NXP-Werk im französischen Caen soll verkauft werden. Falls sich kein Interessent finden sollte, würde das Werk geschlossen. "Die Restrukturierungsmaßnahmen sind hart, und es ist bedauerlich, dass wir Leute gehen lassen müssen", sagte NXP-Chef Frans van Houten. Die Einschnitte sollten den Konzern "stark und profitabel machen und uns zu Wachstum verhelfen", sagte er.

Insgesamt sollen Kosten von jährlich 550 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) eingespart werden. Die Kosten der Umstrukturierung werden auf 800 Millionen Dollar geschätzt. NXP reagiere unter anderem auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und den schwachen Dollar-Kurs. Weltweit beschäftigt der Halbleiter-Hersteller, der vor mehr als 50 Jahren vom niederländischen Philips-Konzern gegründet worden war, nach eigenen Angaben 31.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern. Philips verkaufte NXP 2006 für 6,4 Milliarden Euro an die Investorengruppen KKR und Alpinvest. Der Jahresumsatz des Unternehmens, das Chips, Software sowie Systemlösungen unter anderem für die Produktion von Handys, Fernsehgeräten und Fahrzeugelektronik anbietet, wurde 2007 mit 4,8 Milliarden Dollar angegeben. Zu den Kunden gehören Firmen wie Apple, Samsung und Nokia. Im März 2007 hatte NXP den Standort Böblingen geschlossen, 550 Mitarbeiter waren damals betroffen. (dpa/ajf)

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