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Mobile & Wireless

Praxistest Nokia E71

Business-Smartphone mit Sinn für Privatsphäre

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Hardwaretechnisch State of the Art

Hardwaretechnisch ist das E71 auf der Höhe der Zeit: Zur Ausstattung gehören HSDPA/UMTS, Quadband-GSM, A(ssisted)-GPS, Radio, WLAN-Unterstützung und Videotelefonie. Die uneingeschränkte Bluetooth-Unterstützung ist - anders als bei Branchenneulingen wie dem Hip-Handy iPhone - selbstverständlich, ebenso wie eine videofähige (VGA-Größe) Kamera mit (digitalem) Zoom und Blitz. Die 3,2-Megapixel-Optik kann sich trotz gleicher Auflösung nicht mit der im klappbaren Flaggschiff E90 verbauten Kamera (mit Zeiss-Optik) messen und enttäuscht etwas. Zur Dokumentation von Aufträgen oder als Barcodescanner geht sie durch, als Ersatz für die Digitalkamera im Urlaub eignet sich das E71 weniger.

Im Gegensatz zum E90 werkelt im E71 "nur" ein einfacher ARM-11-Prozessor mit 369 Megahertz (wie beim E51). Diesem stehen 128 MB RAM Arbeitsspeicher zur Seite. Dank dieser Kombination traten längere Wartezeiten, zähe Anwendungen oder gar Abstürze während der Testphase nicht auf.

Mit Symbian 9.2 (S60 3rd Edition, Feature Pack1) kommt ein bewährtes und solides Betriebssystem zum Einsatz, wenn auch mit neuen Menüsymbolen. Novizen wird es manchmal schwerfallen, sich durch die Untermenüs zu kämpfen und wichtige von weniger relevanten Funktionen zu trennen. Hier wäre Aufräumen angesagt, zumal weniger das komplexe Windows Mobile als vielmehr das iPhone-Betriebssystem die künftige Marschrichtung vorzugeben scheint. In puncto Sicherheit schlägt das E71 den trendigen Newcomer dagegen um Längen: Neben zahlreichen bestehenden Funktionen zum Mobile-Device-Management (etwa via OMA DM) kann der Nutzer die Daten nun auch im 110 MB großen internen Speicher und auf der MicroSD-Card (maximal 8 GB - hot swappable) verschlüsseln. Für den Fall, dass das Gerät samt sensiblen Daten verloren oder gestohlen wurde, unterstützt das E71 die Funktion "Remote Wipe": Mit ihr kann der Nutzer das Smartphone über eine spezielle Kurzmitteilung sperren - nach drei Fehlversuchen, den Code zu knacken, wird sämtlicher Inhalt gelöscht. Voraussetzung ist natürlich, dass nach wie vor die SIM-Karte eingebaut ist.

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