CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Mobile & Wireless

Sieg

25 Jahre Handy: Wie der Urahn des iPhone die Welt verändert hat

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken

Bimmelnder Kommunikationszwerg

"Das Telefon bist jetzt Du", sagt auch der Soziologe David Hachen von der Universität Notre Dame in Indiana. "Handygespräche schmieden soziale Bande. Die Menschen reden mehr miteinander, weil sie es überall und immer tun können." US-Amerikaner beispielsweise unterhalten sich nach Informationen des Radiosenders nur im Schnitt sieben Stunden im Monat per Handy.

In Restaurants, Theatern und Zugabteilen wird der ewig bimmelnde Kommunikations-Zwerg darum auch oft verflucht oder zum Schweigen verdammt. Je weiter seine Technik reift, umso mehr entwickeln sich auch Handybesitzer zu "Multitaskern": Sie werden zu Hobby-Fotografen, zu Dokumentarfilmern oder zu Mitarbeitern, die jederzeit erreichbar, kontrollierbar und abrufbar sind. "Handyfotokunst ist mittlerweile eine eigene Sparte geworden, die uns Konkurrenz macht", meint auch ein Fotograf aus Washington.

Jenseits der westlichen Welt hat das Mobiltelefon die Wirtschaft besonders beflügelt. 68 Prozent aller neuen Verträge werden in Entwicklungsländern abgeschlossen. Die London Business School errechnete, dass jedes Mal dort, wo zehn zusätzliche Mobiltelefone auf 100 Menschen kommen, sich das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent steigert. Jeder ist plötzlich in der Lage, seine Dienstleistung anzubieten, weil er erreichbar ist - ganz gleich ob in Manhattan oder in einem afrikanischen Slum. Ökonomen führen zahlreiche Kleinunternehmens-Gründungen auf das Handy zurück.

In den Entwicklungsländern nutzen medizinische Organisationen das Mobiltelefon auch, um etwa Tuberkulose-Patienten an ihre Medikamente zu erinnern. Tabuthemen wie Sex und Aids können per SMS schriftlich "besprochen" werden.

Spätestens wenn das Telefon zur mobilen Krankenschwester wird, trägt es seinen Namen zu Unrecht, meint Kommunikationsforscher Hachen: "Es ist Fernseher, Tageszeitung, Faxgerät, Fotoapparat, Kreditkarte und persönlicher Manager." Geht es nach dem Willen seines Erfinders, soll es bald noch mehr sein. Im Fernsehsender CNN warb Cooper für seinen Traum: "Das Telefon sollte irgendwann ein Teil des Menschen werden - vielleicht unter der Haut hinterm Ohr." (dpa/mb)

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

TOP 100 2011
Die Top 100 ITK-Unternehmen 2011 (Foto: Jan Will, Fotolia.de) Die Top 100 ITK-Unternehmen 2011 Die Top-100-Publikation, die inzwischen zum achten Mal erscheint, hat traditionell eine etwas gewagtere Anmutung.
weiter
Tektonische Verschiebungen treffen den Endgerätemarkt Tektonische Verschiebungen treffen den Endgerätemarkt Dem PC-Geschäft stehen turbulente Zeiten bevor. Mit der Tablet-Klasse kommen neue Hersteller ins Spiel und bringen den Markt zum Beben.
weiter
SAP und Co. entdecken ihre soziale Seite SAP und Co. entdecken ihre soziale Seite Der Großstadtdschungel findet seine virtuelle Fortsetzung im Social Web. Für die Softwarebranche entsteht dort die Chance, einen Schatz von ungeahnter ...
weiter
Die 25 größten Systemhäuser (Foto: Wikipedia, A. Praefcke) Die 25 größten Systemhäuser Der Wirtschaftsaufschwung lässt die Systemhauslandschaft erblühen. 2010 gab es unter den Top-25-Systemhäusern keine Insolvenz oder Übernahme.
weiter
Die Grenzen werden neu gezogen Die Grenzen werden neu gezogen Wo Anwender sich heute sicher fühlen, erwachsen ihnen morgen neue Bedrohungen. Kein IT-Marktsegment ist so stark in Bewegung wie die Security-Branche. ...
weiter
MEHR ZUM THEMA MOBILE & WIRELESS
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps