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Mobile & Wireless

DVB-H setzt sich durch

Handy-TV: EU wählt Nokia-Standard

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Die Europäische Kommission hat sich für Fernsehen auf dem Mobiltelefon für den Standard DVB-H entschieden.

Die Regierungen der Mitgliedsstaaten sind nun verpflichtet, DVB-H zu promoten. Konkurrierende Techniken wie MediaFLO von Qualcomm, DMB und andere von südkoreanischen und chinesichen Anbietern entwickelte Standards bleiben in der EU künftig außen vor. Dies sei nötig, so die Brüsseler Exekutive, damit das Handy-TV endlich in Schwung komme. Die Kommission "beendet damit einen Standardkrieg", so Sprecher Martin Selmayr. Die Mitgliedsländer waren im vergangenen Dezember noch zurückhaltender gewesen und hatten ein EU-weites Mandat für DVB-H abgelehnt, weil es zu früh für eine Marktintervention sei.

Die EU hatte in ähnlicher Weise auch den digitalen Mobilfunkstandard GSM forciert. Europäer stiegen dank der Standardisierung viel schneller auf das Handy um als dies beispielsweise in den USA passierte.

Nokias Multimedia-Handy N96 hat bereits DVB-H an Bord.
Nokias Multimedia-Handy N96 hat bereits DVB-H an Bord.
Nokias Multimedia-Handy N96 hat bereits DVB-H an Bord.
Foto: Nokia

Fernsehen auf dem Mobiltelefon steckt in Europa noch in den Kinderschuhen. Kommerzielle Angebote gibt es bis dato einzig in Italien, als nächste wollen Finnland, Österreich, Frankreich, die Schweiz sowie Spanien nachziehen. Für eine weitere Verbreitung der Technik ist dieses Jahr mit den beiden Sportgroßereignissen Fußball-Europameisterschaft und Olympische Sommerspiele aus Sicht der EU besonders bedeutsam. In Südkorea gibt es beim Handy-TV bereits eine Verbreitung von zehn Prozent, in Italien liegt die Penetrationsrate noch bei unter einem Prozent.

DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds) wurde von Nokia mitentwickelt und propagiert. Auf Transportstromebene ist es kompatibel zum digitalen terrestrischen Antennenfernsehen DVB-T. Neben dem finnischen Handy-Weltmarktführer unterstützen die Gerätebauer Motorola, Philips, Safran/Sagem, Sony, Ericsson und Samsung sowie die Netzbetrieber Vodafone, Telefonica/O2 und T-Mobile den Standard. (tc)

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