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Dell bringt seine ersten eigenen Tablet-PCs auf den Markt

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Nachdem sich Dell jahrelang bei der Entwicklung von Tablet-PCs zurückgehalten hat, bringt das Unternehmen nun zwei eigene Systeme der Modelllinie Latitude XT auf den Markt.

Wesentliches Kennzeichen der Tablet-PCs ist ihr berührungsempfindliches Display. Dell wird seine Rechner der Linie Latitude XT in zwei Monitorvarianten anbieten. Bei einem handelt es sich um ein12,1 Zoll großes LED-Display, das eine Lichtstärke von 220 Candela pro Quadratmeter besitzt. Die so genannte Outdoor-Variante des Tablet-PCs kommt auf 400 Candela pro Quadratmeter. Damit könne der Anwender – sagt Dell – auch im "prallen" Sonnenlicht arbeiten.

Beide Tablet-PCs arbeiten mit den Intel-Prozessoren Core 2 Solo oder Duo ULV sowie der Grafikkarte ATI-Radeon-X1250-UMA. An Massenspeichern bieten die Dell-Systeme sowohl Solid-State-Laufwerke als auch herkömmliche Festplatten. Bei den Solid-State-Speichern handelt es sich um Speicherchips. Diese haben den Vorteil, dass es hier keine beweglichen Teile gibt. Diese Speichertechnik ist somit unempfindlicher bei mechanischen Einwirkungen auf das Gerät. Die Solid-State-Speicher können bis zu 64 GB groß sein. Die Festplatten bieten Speicherkapazitäten von bis zu 120 GB.

Dells Tablet-PCs sind ab 2600 Euro zu haben.
Dells Tablet-PCs sind ab 2600 Euro zu haben.
Dells Tablet-PCs sind ab 2600 Euro zu haben.
Foto: Dell

Dells erster Tablet-PC wiegt 1,6 Kilogramm. Er lässt sich sowohl per Stift als auch per Finger bedienen. Dell bietet zu dem beiden Modellen optional eine Media Base für den Anschluss an Docking-Stationen und optische Medien an. Laut Unternehmensangaben laufen die Geräte bis zu 9,5 Stunden im Akkubetrieb. Erhältlich ist der Dell Latitude XT ab rund 2.600 Euro.

Dell hat seinen ersten Tablet-PC mit der so genannten "Pen and Touch"-Technologie ausgestattet. Damit sind Anwender in der Lage, den Latitude XT je nach Bedarf per Finger oder Stift zu steuern. Von Vorteil für das Arbeiten mit den Latitude-XT-Tablet-PCs ist die Multi-Touch-Technologie. Sie erlaubt es, bei der Steuerung mehrere Finger gleichzeitig zu verwenden. Diese Technik setzt etwa Apple in seinen iPhones ein.

Dell hatte bereits Mitte 2007 angekündigt, eigene Tablet-PCs anbieten zu wollen. Das sorgte insofern für Überraschung, als Analysten den Markt für Tablet-PCs eher für uninteressant halten. Gartner-Analyst Joy Shao hatte in einer Untersuchung im April 2007 festgestellt, dass der Anteil von Tablet-PCs am gesamten weltweiten Markt für Mobilrechner lediglich 1,4 Prozent beträgt. Richard Shim von IDC sieht diesen Anteil immerhin bei drei Prozent – was immer noch sehr wenig ist.

Hoffnungen, dass sich dies ändern könnte, sind laut Shao insbesondere mit Windows Vista verbunden. Das Microsoft-Betriebssystem verfügt über PC-Erweiterungen, die speziell auf die Bedürfnisse und Funktionen von Tablet-PCs zugeschnitten sind. Der Gartner-Analyst rechnet deshalb damit, dass sich ab 2008 eine Belebung der Nachfrage insbesondere im Unternehmensumfeld nach Tablet-PCs ergeben könnte. Insofern ist der Zeitpunkt, zu dem Dell jetzt seine eigenen Tablet-PCs vorstellt, möglicherweise gut gewählt. Bislang bot das Unternehmen die Systeme von Motion Computing an.

Bereits weit vor Dell haben PC-Anbieter wie unter anderem Fujitsu, Toshiba, Hewlett-Packard (HP), Lenovo, Fujitsu-Siemens Computer (FSC), Acer und das mittlerweile zu Acer gehörende Gateway Tablet-PCs im Angebot geführt. (jm)

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