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Mobile & Wireless

Teilnahme an US-amerikanischer Frequenzauktion

Google hat noch größere Pläne im Mobilfunk-Markt

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Google hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge noch größere Pläne in der Mobilfunkbranche, die über das jüngst vorgestellte Handy-Betriebssystem Android hinausgehen.

Bei einer Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen in den USA will sich der Internet-Suchmaschinenbetreiber mit einem Angebot in Höhe von über 4,6 Milliarden Dollar beteiligen, berichtet die Zeitung am Freitag unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Damit könne sich das Unternehmen unabhängig von den etablierten Mobilfunk-Anbietern machen und sein eigenes Netz betreiben.

Google wolle den Konsumenten größere Wahlmöglichkeiten bei der Nutzung von Internet-Diensten bieten und ermöglichen, dass sie ihre Handys ohne Einschränkungen bei einem Provider ihrer Wahl nutzen könnten ("Open Access"), heißt es. Diese Absicht verfolgt das Unternehmen auch mit seinem neuen Betriebssystem Android, das Google vergangene Woche gemeinsam mit der Open Handset Alliance vorgestellt hatte. Android basiert auf einer offenen Programmier-Plattform. Die Branche erhofft sich davon, dass Software-Entwickler damit schnell und einfach eine Vielzahl eigener Service-Angebote programmieren können. Zu den Hardware-Partnern gehören derzeit Samsung, Motorola, LG Electronics und HTC, erste mit Android ausgestattete Geräte sollen in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf den Markt kommen.

Bei Benutzerführung und Funktionalitäts-Umfang ähnelt Android in manchen Bereichen Apples iPhone. Der Computer- und iPod-Hersteller vertreibt sein neues Handy, das über ein berührungsempfindliches Display gesteuert wird, allerdings jeweils exklusiv über einen Provider im Land, in Deutschland über den Partner T-Mobile.

Die Federal Communications Commission (FCC) habe eine Angebotsfrist bis zum 3. Dezember für die Vergabe der Mobilfunk-Frequenzen im Januar angesetzt, berichtet das "Wall Street Journal" weiter. Google hat an seinem Firmensitz in Mountain View bereits ein leistungsfähiges Mobilfunknetz getestet und könnte als Anbieter eines landesweiten Netzes von diesen Erfahrungen profitieren. Google plane sein Engagement allein ohne Partner und wolle das Auktionsangebot zu einem großen Teil aus eigenen Barreserven finanzieren, hieß es.

Bei der Versteigerung würde Google mit großen amerikanischen Mobilfunkbetreibern, darunter AT&T und Verizon, in den Wettbewerb treten, die ihr Netzwerk für künftige Internet-Dienste und mobiles TV vergrößern wollen.

Manche Provider hätten allerdings ihre Zweifel über Googles Ambitionen angemeldet und gingen davon aus, dass Google die Herausforderungen, ein Netzwerk zu betreiben unterschätze. Andererseits, schreibt die Zeitung, gebe es immer noch Angst unter den Providern. "Weil es Google ist, wegen ihrer Markenmacht und weil sie Netzwerke wirklich gut verstehen, könnte es funktionieren", sagte Blair Levin, Analyst bei Stifel Nicolaus & Co. und früherer Personalchef bei der FCC. (dpa/tc)

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