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Sun startet Open-Source-Projekt für JavaFX Compiler

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Um die Entwicklung eines Compilers für die Scriptsprache JavaFX voranzutreiben, hat Sun Microsystems ein Open-Source-Projekt unter der GPL 2 aufgesetzt.

Zum ersten Mal macht Sun Microsystems die Arbeiten an einem Compiler öffentlich. Auf der Community-Site OpenJFX stellt das Unternehmen unter anderem Code aus den frühen Designphasen von JavaFX zur Verfügung. Das Entwicklungsprojekt steht unter der in der Open-Source-Welt verbreiteten General Public License 2 (GPL 2). Ein formelles erstes Compiler Release als Arbeitsgrundlage gibt es derzeit nicht. Darüber hinaus veröffentlichte Sun erweiterte JavaFX Script-Plugins für die aktuellen Versionen von NetBeans.

Sun hatte JavaFX auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz JavaOne in San Francisco angekündigt. Der Hersteller will damit vor allem mehr Umsatz mit seiner verbreiteten Java-Plattform generieren. Diese enthält eine Programmiersprache, die vor allem für Web-basierende Unternehmenssoftware populär ist. Aber auch viele Mobiltelefone nutzen eine Java-Schicht, die Programmierern bei der Entwicklung von Spielen und anderen Anwendungen hilft. Allerdings erhält Sun für diese Software, die auf mobilen Betriebssystemen anderer Anbieter aufsetzt, nur geringe Lizenzgebühren. Mit JavaFX soll sich das ändern. Die Produktfamilie enthält unter anderem ein komplettes Betriebssystem plus flankierender Software und Dienste für Mobiltelefone.

Bei JavaFX Script handelt es sich um eine deklarative Skriptsprache, die es erlaubt, die Anordnung grafischer Elemente wie Formularfelder oder Bilder zu definieren. Eine Laufzeitumgebung sorgt dafür, dass sich solche Skripte auf einem Display betrachten lassen. Als Oberflächenbibliothek kommt Swing zum Einsatz. JavaFX nutzt Java-Klassen und Konzepte, um Anwendungen zu erzeugen, die auf jedem System gleich aussehen sollen. Die Sprache kann dabei potenziell auf alle Techniken und Bibliotheken zurückgreifen, die Java von Haus aus bietet. Nachdem Sun den insolventen Betriebssystemhersteller SavaJe übernommen hatte, verfügte das Unternehmen auch für mobile Endgeräte über entsprechende Techniken. (wh)

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