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Salesforce.com schließt Pakt mit Google

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Salesforce.com-Kunden sollen künftig direkt über Google Adword Werbeanzeigen in den Trefferlisten des Suchmaschinenanbieters schalten können.

Mit der heute verkündeten Kooperation rücken der On-Demand-Spezialist Salesforce.com und Suchmaschinenanbieter Google enger zusammen. Nachdem bereits Mitte Mai dieses Jahres erste Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit beider Unternehmen aufgetaucht waren, brodelte die Gerüchteküche (siehe auch: Google und Salesforce.com nehmen Microsoft aufs Korn). Branchenbeobachter rechneten mit einer weit reichenden Verknüpfung der beiden Produkt- und Software-Portfolios und sprachen sogar von einer möglichen Übernahme von Salesforce.com durch Google.

Die jetzt verkündete Kooperation bleibt jedoch weit hinter diesen Erwartungen zurück. Salesforce.com und Google wollen gemeinsam ein Produkt entwickeln und vermarkten, das die CRM-on-Demand-Lösung mit Google Adwords verknüpft. Mit der "Salesforce Group Edition", die in erster Linie kleine und mittelgroße Anwenderunternehmen adressiert, sollen die Firmen direkt aus der gemieteten Customer-Relationship-Management-Lösung (CRM) heraus Werbeaktionen in Google starten können. Per Adword können die Werbetreibenden bestimmte Schlüsselwörter festlegen, wonach die eigenen Anzeigen auf den Seiten mit den entsprechenden Trefferlisten auftauchen. Interessenten, die über einen Klick auf die Werbeanzeige auf der Homepage des Unternehmens landen, werden gebeten, ihre Kontaktdaten in ein Formular einzugeben, das die Informationen wiederum automatisch an die Kunden-Management-Software weitergibt.

Ganz neu ist dieses Feld für den On-Demand-Anbieter aber nicht. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte Salesforce.com mit der Firma Kieden ein Unternehmen übernommen, deren Produkte den Anwendern erlauben, aus der Mietsoftware heraus Werbung zu schalten und auch deren Erfolg zu messen. (siehe auch: Salesforce.com steuert Web-Werbung).

Salesforce.com und Google hätten viele Gemeinsamkeiten, gerade was die Firmenkultur, die Technik und das Verständnis von Software angehe, erklärte Kandall Collins, Senior Vice President für das Marketing bei Salesforce.com. Es passe alles zusammen. Eine Zusammenarbeit beider Firmen sei daher nur eine logische Konsequenz.

Die Salesforce Group Edition soll die Team Edition des On-Demand-Spezialisten ersetzen, kündigte Collins an. Das Produkt werde in 14 Sprachen sowie in 43 Ländern erhältlich sein. Um Kunden für die neue Lösung zu begeistern, offeriert der Anbieter zum Marktstart ein Sonderangebot. Eine Fünf-Nutzer-Lizenz soll 600 Dollar pro Jahr kosten. Eine vergleichbare Team-Edition-Lösung würde auf 995 Dollar kommen. Darüber hinaus sollen Kunden in ausgewählten Ländern Rabatte auf die Werbeanzeigen erhalten. Die Mieteinnahmen für die Software fließen in die Taschen von Salesforce.com. Zusätzlich erhält der Softwarevermieter einen kleinen Teil der Werbeeinnahmen. Den Rest darf Google einstreichen. Der Suchmaschinenspezialist erhofft, mit der Kooperation sein Standbein im Firmengeschäft zu stärken. Für Anwender, die das neue Produkt begutachten und ausprobieren wollen, plant Salesforce.com unter www.salesforce.com/google eine eigene Micro-Site. (ba)

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