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Wie die Sparkassen ihre IT modernisieren

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Bei der Ablösung von Legacy-Anwendungen setzt die Sparkassen Informatik auch auf Konzepte einer Service-orientierten Architektur (SOA).

"Wir wollten die Prozesse der Sparkassen besser durch IT unterstützen." So beschreibt Detlev Klage, verantwortlich für den Multikanal-Vertrieb der Sparkassen Informatik, eines der größten IT-Modernisierungsprojekte in der deutschen Finanzbranche. Nach der Fusion mit der bayerischen IZB Soft bedient der Dienstleister mit Hauptsitz in Frankfurt/Main rund 300 Sparkassen mit IT-Services; in den Instituten betreut er etwa 185 000 Arbeitsplätze. "Ziel war es auch, Redundanzen in den diversen Bankanwendungen zu beseitigen, Funktionen zu kapseln und Anwendungslogik wiederzuverwenden", so Klages.

Heute charakterisieren solche Vorgaben meist Projekte zur Einführung von Service-orientierten Architekturen (SOA). Als die Vorgängerorganisation des IT-Dienstleisters 1999 mit der Neuentwicklung eines Kernbankensystems für die Sparkassen-Finanzgruppe begann, war der Begriff nur wenigen Experten bekannt. Inzwischen verwenden 229 Sparkassen mit 125 000 Benutzern das neue Kernbankensystem "OSPlus", berichtet Klage, der auch das Architektur-Board in der Anwendungsentwicklung der Sparkassen leitet. In einem "bankfachlichen Baukasten" ständen rund 1600 fachliche Services zur Verfügung. Über ein Repository können die Geldinstitute gewünschte Module suchen und nutzen. Verpflichtend ist der Einsatz des Systems nicht; die Sparkassen sind in Sachen IT weitgehend autonom.

Spartengrenzen als größtes Hindernis

Detlev Klage, Sparkassen Informatik
Detlev Klage, Sparkassen Informatik
Detlev Klage, Sparkassen Informatik
Foto: Detlev Klage

Zum Start des Vorhabens galt es zunächst, die Datenlandschaft neu zu gestalten. Klages: "Dabei ging es vor allem um die semantische Integration der Datenbestände." In diesem Zusammenhang erwiesen sich die über Jahre gepflegten Spartengrenzen als größtes Hindernis. Wie in den meisten Altsystemen waren Anwendungen starr mit den zugehörigen Datenquellen gekoppelt. Die neue SOA-basierende Gesamtbanklösung setze auf einer spartenneutralen Kernbankanwendung auf, erläutert der Manager.

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