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Ubuntu: Linux für Einsteiger kommt

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Eine Migrationshilfe unterstützt Linux-Neulinge beim Umstieg von Windows. Zum Testen kann das Betriebssystem von einer DVD gestartet werden.

Eine neue Version des auf Linux basierenden Betriebssystems Ubuntu ist vom Donnerstag, 19. April, an erhältlich. Das kostenlose Ubuntu 7.04 kann über das Internet bezogen werden, teilte das Unternehmen Canonical Limited in London mit, das ein kommerzieller Sponsor des Ubuntu-Projektes ist. Zu den wichtigsten Neuerungen der "Desktop Edition" gehört ein Hilfsprogramm zum Umstieg von Microsoft Windows auf Linux. Die so genannte Migrationshilfe soll zum Beispiel Bookmarks aus den Browsern Internet Explorer und Firefox sowie Instant-Messaging-Kontakte aus AOL und Yahoo erkennen. Diese werden bei der Installation in Ubuntu übernommen.

Nach Angaben von Mark Shuttleworth, Gründer des Ubuntu-Projektes und Canonical-Chef, wurden auch die Multimedia-Funktionen des Betriebssystems verbessert: Ein Assistenz-Programm hilft dem Nutzer dabei, bestimmte Multimedia-Codecs nachträglich zu installieren, die Ubuntu aus lizenzrechtlichen Gründen nicht beiliegen. Neu ist auch eine "Plug and Play-Vernetzung" mit dem Programm "Avahi" - damit lassen sich Shuttleworth zufolge WLAN-Netze automatisch suchen und einbinden.

Laut Oliver Diedrich von der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift "c't" ist Ubuntu gut für Linux-Einsteiger geeignet. Es sei einfach zu installieren und zu bedienen. Aus patentrechtlichen Gründen sei das Abspielen bestimmter Multimediaformate in der Vergangenheit unter Linux nicht immer ganz einfach gewesen. "Das wurde aber in der neuen Version von Ubuntu verbessert." Wie das in Deutschland ebenfalls sehr beliebte Suse-Linux lässt sich Ubuntu auch einfach parallel zu Windows auf dem PC installieren. Bei der Installation schafft sich Ubuntu automatisch den benötigten Platz. Wer das System auf seinem Rechner installieren möchte, braucht Diedrich zufolge mindestens acht bis zehn Gigabyte Platz. Ubuntu lässt sich wie einige andere Linux-Varianten aber auch ohne Installation ausprobieren - es wird dann direkt von der DVD gestartet. Mit der "Desktop Edition" erscheinen eine "Server Edition" sowie eine neue Version des mit der KDE-Oberfläche arbeitenden "Kubuntu". Auch von der an Schüler gerichteten Ubuntu-Variante "Edubuntu" werde es eine neue Version geben, heißt es. (dpa/ajf)

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