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"Ubuntu ist ein effizienter Ersatz für Windows"

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Mit der neuen Ubuntu-Version 7.04 ("Feisty Fawn") soll sich das Linux-Betriebssystem auch auf Heim-PCs etablieren.

Mark Shuttleworth hat ein Ziel: Er möchte möglichst vielen Menschen zu einem guten Betriebssystem verhelfen - und zwar kostenlos. Deshalb hat er im Jahr 2004 das auf dem freien Betriebssystem Linux basierende Projekt Ubuntu ins Leben gerufen. Am 19. April erscheint die neue Version. Mit dem aus Südafrika stammenden IT-Millionär, der 2002 zu den ersten Weltraumtouristen gehörte, sprach dpa-Themendienst-Redakteur Sven Appel.

Frage: Was zeichnet das neue Ubuntu aus?

Mark Shuttleworth: Was den privaten Nutzer angeht, so haben wir zum Beispiel die Fähigkeit von Ubuntu verbessert, multimediale Inhalte abzuspielen. Sie können jetzt aus den Grundeinstellungen heraus mehr wiedergeben. Auch die Funktionen vor allem für das drahtlose Netzwerk wurden erweitert: Es ist zum Beispiel leichter geworden, sich Musik, Bilder oder einen Drucker mit mehreren Rechnern zu teilen. Außerdem wird Linux immer mobiler. Das haben wir berücksichtigt und Ubuntu für den Einsatz auf dem Notebook verbessert.

Frage: Was unterscheidet Ubuntu von anderen Linux-Distributionen?

Mark Shuttleworth: Zum einen legen wir sehr viel Wert darauf, dass Ubuntu einfach zu nutzen ist. Das gilt auch für die Einrichtung des Systems auf dem eigenen Rechner und für die nachträgliche Installation von Programmen. Zum anderen versuchen wir, die neuesten Funktionen einzubauen, die es im Open-Source-Bereich gibt. Ubuntu bietet darüber hinaus eine besonders breite Hardware-Unterstützung.

Frage: Linux - und damit auch Ubuntu - ist weit davon entfernt, Windows auf Heim-PCs zu ersetzen. Woran liegt das?

Mark Shuttleworth: Das sehe ich etwas anders. Ubuntu ist ein effizienter Ersatz für Windows. Zu den Vorteilen gehört, dass es unter Linux, und dazu gehört Ubuntu, keine Probleme mit Viren, Spyware und anderen Attacken aus dem Internet gibt. Klar, in Deutschland zum Beispiel verwenden die meisten Leute Windows. Das liegt aber auch daran, dass sich dort nur wenige Nutzer wirklich Gedanken um den Preis für Windows machen müssen. Windows ist für Deutsche vergleichsweise günstig oder wird beim Kauf eines neuen Computers gleich mitgeliefert. Das sieht in Ländern wie China oder Ungarn ganz anders aus. (dpa/ajf)

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