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Infor baut mit Workbrain sein HR-Portfolio aus

03.04.2007 um 10:25 Uhr
Mit der 227 Millionen Dollar teuren Akquisition verstärkt sich der ERP-Anbieter mit Workforce-Management-Tools.

Infor bleibt seiner Linie treu und kauft weiter Business-Software zu. Gemäß seiner Strategie ergänzt der Enterprise-Resource-Planning-Anbieter (ERP) sein Portfolio mit Branchenlösungen beziehungsweise zusätzlichen Funktionen. In letztere Kategorie gehört die Übernahme des kanadischen Softwareanbieters Workbrain.

Infor zahlt 227 Millionen Dollar in bar für das in Toronto ansässige Unternehmen. Das entspricht 12,50 Dollar je Aktie; ein Aufschlag von 25,6 Prozent auf den Schlusskurs vom 30. März. Die Verantwortlichen beider Unternehmen haben den Deal bereits abgesegnet. Das Geschäft soll bis zum 30. Juni dieses Jahres abgeschlossen werden.

Workbrain soll Infors Human-Capital-Management-Lösungen (HCM) ergänzen. Die Software bietet Zeitwirtschaftsfunktionen, um beispielsweise Dienst- und Einsatzpläne aufzustellen. Die Kanadier adressieren vornehmlich Call-Center-Betreiber als Kunden. Hier geht es auch darum, immer die passende Menge an Personal im Verhältnis zum Anrufaufkommen wie auch den richtigen Mix an Kenntnissen im Call-Center bereit zu halten.

Der Markt für Workforce-Management und -Optimierung ist zuletzt in Bewegung geraten. Erst Mitte Februar hatte der Sprach- und Datenanalyse-Spezialist Verint Systems den Workforce-Optimization-Anbieter Witness Systems für 950 Millionen Dollar geschluckt (siehe auch: Verint zahlt 950 Millionen Dollar für Witness Systems). Mitte 2005 hatten sich die beiden Anbieter für Call-Center-Lösungen Aspect Communications und Concerto Software in einem Deal mit einem Volumen von rund einer Milliarde Dollar zusammengeschlossen (siehe auch: Konsolidierung im Markt für Call-Center-Software geht weiter).

Die Infor-Verantwortlichen arbeiten derzeit kontinuierlich daran, ihr Business-Software-Portfolio um zusätzliche Funktionen anzureichern. Zuletzt hatte der Softwarekonzern sein Portfolio an Analysewerkzeugen neu geordnet (siehe auch: Infor bringt Geschäftsdatenanalyse näher zum ERP-System). Um die in den vergangenen Jahren zusammengekaufte Software unter einen Hut zu bekommen, arbeitet der Konzern aktuell an seiner eigenen Ausprägung einer Service-orientierten Architektur (SOA) (siehe auch: Infor konkretisiert SOA-Fahrplan). (ba)



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