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CeBIT: Samsungs Ultra-Daumenkino

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Samsung, Microsoft und Intel versuchen, mit einer neuen Gerätegeneration den UMPC-Formfaktor zu etablieren. Die Chancen sind gestiegen.

Samsung hat dieses Jahr auf der CeBIT seinen neuen Ultra-Mobile PC (UMPC) "Q1 Ultra" gezeigt. Dabei handelt es sich um die zweite Generation der Kleinstrechner. Vergangenes Jahr hatten UMPCs unter dem Codenamen "Origami" in Hannover für einen kurzen CeBIT-Hype gesorgt. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte mit einem "Q1" von Samsung vor Kameras posieren müssen. Allerdings waren die ersten UMPC-Modelle auch für die wenig überzeugende technische und optische Ausgereiftheit gerügt worden. Samsung war zudem der einzige namhafte Hersteller, der einen UMPC im Sortiment hatte.

Die Koreaner räumten ein, dass einige Nutzer Kritik geübt hätten, etwa an der alten Fingerschnittstelle, der Laufzeit der Akkus und der Größe des Gerätes. Dank der zweiten Generation, die mit 690 Gramm deutlich leichter als der Vorgänger ausgefallen ist, soll es nun besser werden. Der neue Q1 Ultra erinnert in den Händen an ein Lenkrad im Auto, die (nicht übermäßig großen) Tasten an den oberen Frontseiten lassen sich mit dem Daumen bedienen. In der Mitte befindet sich das 7-Zoll-Display (1024 mal 600), das auf Berührungen reagiert.

Samsung bringt mit dem "Q1 Ultra" einen neuen Mini-Rechner auf den Markt, der ausreichend Leistung bieten soll. CW-Redakteur Martin Bayer stellt das Gerät vor (Video, fünf Minuten).
Samsung bringt mit dem "Q1 Ultra" einen neuen Mini-Rechner auf den Markt, der ausreichend Leistung bieten soll. CW-Redakteur Martin Bayer stellt das Gerät vor (Video, fünf Minuten).
Samsung bringt mit dem "Q1 Ultra" einen neuen Mini-Rechner auf den Markt, der ausreichend Leistung bieten soll. CW-Redakteur Martin Bayer stellt das Gerät vor (Video, fünf Minuten).

Die Akkulaufzeit wurde auf vier Stunden verlängert, mit zwei Akkus kommt man durch einen Arbeitstag. Zwei Kameras und zwei Lautsprecher sind nun im Paket enthalten, ferner ein GPS-Chip für die Navigation sowie ein Fingerabdruck-Scanner. Bluetooth, WLAN und sogar das schnelle UMTS/HSDPA verbinden den Kleinstrechner mit der Außenwelt. Informationen des Nutzers kommen per Tasten, Schrifterkennung oder eine Extra-Tastatur in das Gerät. Der Arbeitsspeicher ist 1 GB groß, die Festplatte fasst 60 GB. Ein SSD-Speicher soll folgen, kündigte Samsung an.

Treiber der UMPC-Bewegung sind die IT-Konzerne Microsoft und Intel. Daher läuft Samsungs Q1 Ultra auch unter "Windows Vista". Die neue Benutzeroberfläche sieht wesentlich frischer und spezialisierter aus als die alte XP-Version. Auch bootet das Gerät jetzt deutlich schneller hoch und runter. Fazit: Wenn Samsung den Ultra-UMPC mit den heutigen Spezifikationen bereits 2006 hätte vorweisen können, wäre der Hype zur CeBIT auch nicht so schnell wieder kollabiert. Allmählich wird der neue Formfaktor interessant, zumindest ist das große Potenzial erkennbar. Als Auslieferungstermin wurde Mai genannt. Nicht entschieden ist der genaue Preis, er liegt vermutlich in der Größenordnung zwischen 1.100 und 1.300 Euro. (ajf)

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