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Keine Angst vor Web 2.0

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Gartner nennt mehrere Möglichkeiten, wie traditionell arbeitende Unternehmen von Web-2.0-Techniken profitieren können.

Gegenüber neuen IT-Strömungen wie Web 2.0 halten sich viele Unternehmen insbesondere aus Traditionsbranchen noch bedeckt. "Ein gebranntes Kind scheut das Feuer", bringt es Gartner-Analyst Charles Abrams auf den Punkt. "Unternehmen fürchten, dass sich die unprofitablen Fehlinvestitionen der ersten Internet-Revolution wiederholen könnten." Ein weiteres Problem sei, dass viele Firmen in Web 2.0 ausschließlich ein technisches Phänomen sehen. Dies sei falsch, denn anders als bei Web 1.0 hänge der erfolgreiche Einsatz der nächsten Web-Generation weniger von neuen Technikinvestitionen ab, sondern viel mehr von neuen Formen bei den Geschäftsmodellen. Wer das Web 2.0 ignoriert, verspielt laut Abrams leicht zu erreichende Geschäftsvorteile, zumal wenn die dafür relevanten Applikationen und Techniken schon verfügbar sind.

Aus Sicht des Marktbeobachters gibt es mehrere Gründe, weshalb sich Unternehmen mit Web 2.0 beschäftigen sollten. So lasse sich zum Beispiel die zweite Generation der Web-Plattformen vor allem dort äußerst effizient einsetzen, wo es um Beschaffungs- und Vertriebsstrategien geht. Ohnehin würden die klassischen Kernanwendungen an Akzeptanz gewinnen, wenn sie nicht mehr nur statisch im Browser ablaufen, sondern aufgrund der Web-2.0-typischen Rich-Client-Techniken wie Ajax dynamisch zu bedienen sind. Ferner könne man aus erfolgreichen Community- und Social-Networking-Projekten lernen, wie sich die Zusammenarbeit von Wissensträgern innerhalb eines Unternehmens verbessern lässt. Ein Vorteil in diesem Zusammenhang seien auch die neuen semantischen Tagging-Verfahren, die eine Navigation in der kaum noch zu überschauenden Fülle interner und externer Informationen erleichtern. Eine andere nicht zu unterschätzende Bedeutung von Communities liegt im Produkt-Feedback, was einerseits zu kürzeren Entwicklungszyklen und andererseits zu einem gezielteren Marketing beiträgt. Schließlich gebe es über die Communities auch die Chance, das Firmen-Image in der Öffentlichkeit aufzupolieren. (ue)

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