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IDS Scheer stellt in Deutschland 100 neue Berater ein

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Die Consulting-Sparte bleibt ein wichtiges Standbein des Unternehmens. Allerdings muss gleichzeitig das Produktgeschäft gestärkt werden - auch durch Akquisitionen.

Thomas Volk, CEO von IDS Scheer, stärkt dem Consulting-Bereich den Rücken.
Thomas Volk, CEO von IDS Scheer, stärkt dem Consulting-Bereich den Rücken.

Der Saarbrücker Software- und Service-Anbieter IDS Scheer will in Deutschland in den kommenden Monaten mehr als 100 neue Berater einstellen. Laut CEO Thomas Volk ist zudem nicht beabsichtigt, eigene Mitarbeiter aus Beratungsprojekten abzuziehen oder gar zu entlassen. "Consulting wird als Geschäftszweig auch künftig eine tragende Säule von IDS Scheer sein", sagte Volk. Dies gelte speziell für die Beratung in Deutschland, wo auch in diesem Jahr "trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein erheblicher Beitrag zum Erfolg des Unternehmens geleistet wurde", wie Volk betonte. Damit trat der Manager Aussagen in einem CW-Artikel entgegen, wonach sich das Unternehmen im Beratungsgeschäft künftig "die Rosinen herauspicken" wolle.

Strategisches Ziel sei lediglich, sich im Consulting-Bereich deutlicher gegenüber anderen Implementierungspartnern der SAP AG zu differenzieren, sagte der seit September amtierende Firmenchef. Die Berater des Hauses werden den Planungen zufolge künftig vermehrt höherwertige Dienste für die Optimierung der Geschäftsprozesse von Kunden anbieten. "Das Prozesswissen und die Branchenerfahrung unserer Mitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle", so Volk. Im Zuge der Reorganisation werden das Beratungs- und das Produktgeschäft stärker getrennt. Gleichzeitig will das Management beide Geschäftsbereiche global organisieren und zentralisiert steuern. Als Vorstand verantworten seit kurzen Dirk Oevermann das weltweite Consulting sowie Wolfram Jost die Produktstrategie und -entwicklung. Volk selbst ist für den globalen Softwareproduktvertrieb und das Corporate Marketing verantwortlich.

IDS Scheer plant, bis 2010 den Anteil des Produktgeschäfts am Gesamtumsatz auf rund 40 Prozent zu erhöhen. Volk bestätigte, dass dafür auch eine vertriebliche Zusammenarbeit mit großen Beratungsfirmen angestrebt wird. Internationale Systemintegratoren sollen die "Aris"-Produkte dann "in neue Märkte tragen". Konkrete Namen von potenziellen Partnerunternehmen nannte er nicht, derzeit laufen Verhandlungen. Die zuletzt problematischen Märkte in den USA und in Asien wurden inzwischen mit zwei neuen Managern verstärkt. Zudem kündigte Volk an, dass er im Softwaresegment nach Übernahmekandidaten Ausschau halte. Diese müssten allerdings ein serienreifes Produkt vorweisen können und außerdem in der Lage sein, sich aus eigener Kraft zu finanzieren. Eine Analyse des Marktes wird vermutlich nicht vor Ende des ersten Quartals 2007 abgeschlossen sein, Kaufentscheidungen können erst später fallen. (ajf)


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