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Erdnussbutter-Manifest: Ein Yahoo-Manager redet Tacheles

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Bei Yahoo brennt der Baum schon fünf Wochen vor Weihnachten. In einem internen Papier beschreibt ein Manager, wie hilflos sich das Unternehmen im Wettbewerb mit Google verhalte.

Vier Seiten umfasst das so genannte "Erdnussbutter-Manifest", in dem der Yahoo-Topmanager Brad Garlinghouse eine äußerst kritische Bestandsaufnahme vornimmt. Das im vergangenen Monat verfasste interne Papier war dem "Wall Street Journal" (WSJ) zugespielt worden. Yahoo verteile seine Ressourcen wie Erdnussbutter auf einer Scheibe Brot: gleich dünn über sämtliche Geschäftsaktivitäten hinweg, aber ohne strategischen Fokus, so der Kernvorwurf des Managers. Dem Unternehmen fehle es an einer Vision und an Entschlossenheit.

Brad Garlinhouse beklagt den fehlenden Geschäftsfokus bei Yahoo
Brad Garlinhouse beklagt den fehlenden Geschäftsfokus bei Yahoo
Brad Garlinhouse beklagt den fehlenden Geschäftsfokus bei Yahoo

Hintergrund ist die Tatsache, dass Yahoo mit seinem breiten Angebot nicht mehr die gewünschte Geschäfts-Performance aufweist. Noch lockt das Internet-Portal weltweit die meisten User auf seine Site, doch erste Analysten mutmaßen, dass Google dem Rivalen im nächsten Jahr diese Position abnehmen wird. Gefahr droht außerdem von Microsoft, AOL (nachdem der Service kostenlos verfügbar ist) und dem von News Corp. übernommenen Web-2.0-Portal Myspace.

Yahoo hatte sich in den vergangenen Jahren bewusst sehr breit aufgestellt. Das Unternehmen wollte damit möglichst viele Internet-Nutzer erreichen, um so die Werbemaschinerie ins Laufen zu bringen. Auch Google marschierte in diese Richtung: Permanent wurden neue Angebote gestrickt oder zugekauft, die das breite Publikum anlocken - allen voran Youtube. Allerdings gab Google dabei nie seinen Fokus auf die Internet-Suche auf. Der Yahoo-Rivale nutzte diese Funktion, um sein Angebotsportfolio aufzuwerten und das Geschäft mit an Suchergebnissen orientierter Werbung zu perfektionieren.

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