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EU untersucht mögliche Absprachen zwischen Intel und Media Markt

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Die EU weitet ihre seit langem laufende Kartelluntersuchung gegen den US-Chipkonzern Intel aus und prüft nun auch Vorwürfe, dieser habe die Metro-Tochter Media Markt genötigt, keine PCs mit Prozessoren von AMD zu verkaufen.

Advanced Micro Devices hatte sich vor einiger Zeit deswegen bereits beim Bundeskartellamt beschwert. Media Markt habe Exklusivverträge mit Intel abgeschlossen, ausschließlich PCs mit Intel-Prozessoren zu verkaufen. Die deutschen Kartellbehörden reichten die Angelegenheit nach einer Prüfung nach Brüssel weiter.

"Die Kommission befürchtet, dass Intel Druck auf Media Markt ausgeübt hat, keine Computer mit AMD-Chips ins Programm zu nehmen", erklärte Jonathan Todd, Sprecher der Brüsseler Exekutive. Intel-Sprecher Chuck Mulloy erwiderte, die Vorwürfe seien nicht neu und bereits in der Kartellklage enthalten, die AMD gegen Intel im vergangenen Jahr in den USA angestrengt hatte. "Wir haben mit den Regulierern kooperiert und wollen das auch weiterhin tun", so der Intel-Mann. "Wir glauben, dass unsere Geschäftspraktiken sowohl fair als auch legal sind." Von der Metro-Tochter gab es für das "Wall Street Journal" keine Stellungnahme.

EU-Wettbewerbshüter untersuchen schon seit 2001, ob Intel seine dominierende Marktposition gegen AMD missbraucht hat. Im vergangenen Jahr wurden dabei unter anderem verschiedene europäische Intel-Niederlassungen durchsucht, um Beweise für mögliches wettbewerbswidriges Verhalten zu finden. Nachdem AMD zuletzt am Markt aber deutlich erfolgreicher war als früher, hatte der Wettbewerbskommissar Philip Lowe angedeutet, die Angelegenheit habe an Dringlichkeit verloren.

Todd erklärte gestern allerdings, AMDs gestiegene Marktanteile bedeuteten kein Ende für die Ermittlungen. Auch AMD-Sprecher Jens Drews erklärte, er gehe davon aus, die Regulierer würden sich ungeachtet AMDs verbesserter Marktposition darauf konzentrieren, ob Intel illegal wettbewerbsfeindlich gehandelt habe. (tc)

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