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Neues vom HP-Verwaltungsrat: Schmutzige Tricks im Management



George Keyworth, der Maulwurf im Board von HP.
George Keyworth, der Maulwurf im Board von HP.

Es ist also möglich, bei einer Telefongesellschaft wie AT&T anzurufen, sich mit einer privaten Telefonnummer und den letzten vier Ziffern der Sozialversicherungsnummer als Keyworth auszugeben, um einen Einzelverbindungenachweis anzufordern beziehungsweise einen Online-Account zu eröffnen. Die Sozialversicherungsnummern seiner Board-Mitglieder sollten HP bekannt sein. Laut "Wall Street Journal" kostet die Beschaffung der letzten 100 Handy-Anrufe einer Person in den USA rund 65 bis 100 Dollar. Einschlägige Dienstleister werben mit ihren Angeboten und Tarifen im Internet.

Allerdings ist nicht geklärt, ob HP-Chairwoman Dunn von der Vorgehensweise gewusst und sie explizit gebilligt hat. In diesem Fall könnte ihr gegebenenfalls ein Strick daraus gedreht werden. Allerdings ist fraglich, ob derartige Anweisungen an den Dienstleister in schriftlicher Form erfolgt und vor Gericht verwertbar sind - Kaliforniens leitender Staatsanwalt Bill Lockyer bezeichnete die Recherchemethode ungeachtet ihrer rechtlichen Konsequenzen als "extrem dumm". Nach Angaben eines HP-Sprechers sei der Dienstleister angewiesen worden, nur legale Methoden zur Informationsgewinnung zu verwenden. Zudem wäre HP der Einsatz von Pretexting nicht bekannt gewesen. Die Namen der beiden Dienstleister nannte der Konzern indes nicht.

Die Untersuchungsmethode hatte aber noch für ein weiteres Board-Mitglied Konsequenzen. Tom Perkins, Gründer der einflussreichen Venture-Capital-Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers und Berichten zufolge ein Freund von Keyworth, erklärte im Mai nach Bekanntgabe der internen Untersuchung überraschend seinen Rücktritt aus dem HP-Board. Er störte sich an der Art und Weise, wie HP an die Verbindungsdaten gekommen ist - was wohl vor allem daran lag, dass auch seine Telefoninformationen mittels Pretexting beschafft worden waren.



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