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Borland will die "Turbo"-Serie wiederbeleben

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"Turbo Pascal" und "Turbo C" erinnern lang gediente Programmierer an die Frühzeit der PC-Softwareentwicklung. Nun möchte Borland mit der Neuauflage dieser Tools eine lange vernachlässigte Zielgruppe versöhnen.

Mit den Turbo-Programmiersprachen begann in der frühen PC-Ära der Aufstieg einer kleinen Softwareschmiede namens Borland International. In den 90er Jahren konzentrierte sich diese immer mehr auf die Entwicklung von Enterprise-Anwendungen. Die Firma hieß zwischendurch Inprise und benannte sich dann wieder in Borland um.

Nach der Übernahme von Segue Software im Februar 2006 schrieben sich die Kalifornier das Application Lifecycle Managment (ALM) auf die Fahnen und kündigten an, ihre integrierten Entwicklungsumgebungen verkaufen zu wollen (siehe: "Borland übernimmt Segue Software").

In einer neuen Wendung möchte Borland nun die im Rahmen der Enterprise-Ausrichtung vernachlässigten Programmierer mit einer Neuauflage der Turbo-Serie bedienen. Sie soll vorerst aus den Produkten "Turbo C++ for Windows", "Turbo Delphi for .NET" und "Turbo C# for .NET" bestehen. Jede der drei Sprachen erscheint in einer kostenlosen "Explorer Editition" und einer "Professional Edition", die etwa 500 Euro kosten wird.

Beide Ausführungen unterstützen Low-end-Datenbanken wie MySQL, Microsofts "SQL Server 2005 Express Edition" und Borlands eigene "Interbase". Die Gratisversion beschränkt allerdings die Nutzung von vorgefertigten Komponenten auf die mitgelieferten 200 Bausteine. Wem das nicht reicht, muss auf die Profi-Variante umsteigen.

Alle drei Turbo-Produkte befinden sich derzeit im Betatest und sollen im September auf den Markt kommen. Für Interessenten hat Borland unter http://www.turboexplorer.com/ eine eigene Website im Retro-Design der 80er Jahre eingerichtet. (ws)

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