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Update: HP kauft mit Mercury ein teures Schnäppchen

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Mit der Akquisition möchte Hewlett-Packard (HP) endlich den Befreiungsschlag im Softwaregeschäft schaffen, um die Abhängigkeit von der Hardware zu senken.

Mit der Übernahme von Mercury Interactive konnte HP einen spektakulären Coup landen. Nach Einschätzung der Mehrheit der Analysten ist Mercury zwar beileibe kein Schnäppchen, aber seinen Preis (4,5 Milliarden Dollar in bar) zumindest aus einer strategischen Perspektive wert. Der Aufpreis auf den letzten Schlusskurs des Mercury-Papiers (39 Dollar) belief sich auf 33 Prozent (insgesamt 52 Dollar). In einem Interview zog Mercury-CEO Anthony Zingale den vagen Vergleich zur Bewertung von RSA Security durch den Käufer EMC und von Veritas durch Symantec. Allerdings haben die beiden Deals gemein, dass sie an der Wallstreet einhellig als teuer bezeichnet wurden. Mehr als 4,5 Milliarden Dollar waren also beim besten Willen nicht drin, wie auch Zingale gegenüber "Forbes" einräumen musste.

Das HP-Management sei "hungrig" gewesen, im Software-Bereich ein Zeichen zu setzen, behauptete Zingale. Zudem ließ der Mercury-CEO durchblicken, dass ein halbes Dutzend andere IT-Konzerne an dem schlingernden Unternehmen interessiert waren. Erste Gerüchte bezüglich einer Übernahme hatten Anfang Mai die Runde gemacht. Damals war ein Kaufgebot von 3,5 Milliarden Dollar genannt worden, dass HP abgegeben haben soll. Als weitere Interessenten wurden die üblichen Verdächtigen IBM, CA und Oracle genannt. Auch soll SAP zuvor ebenfalls für seinen Partner geboten haben.

Anfang Juni wurde angeblich EMC von Beobachtern im Rennen um die Firma gesichtet, die kolportierte Kaufsumme war auf vier Milliarden Dollar gestiegen. Im deutschen Umfeld von Mercury wurden die Gerüchte damals als haltlos abgetan. Umso interessanter ist es daher, dass jetzt HP-Chef Mark Hurd zu Protokoll gab, bereits seit über einem Jahr an der Akquisition des Softwarehauses zu arbeiten. Immerhin hat Mercury die Zeit nicht untätig verstreichen lassen: Während die Gerüchteküche brodelte, kaufte das Unternehmen selbst die Firmen Systinet und Tefensoft, um sein Portfolio abzurunden.

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