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Take-Two einigt sich mit der FTC wegen GTA: San Andreas

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Die Spielefirma Take-Two Interactive Software hat sich mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) hinsichtlich deren Vorwurf verglichen, Spieler könnten in "Grand Theft Auto: San Andreas" versteckte sexuelle Inhalte zu Gesicht bekommen.

Im Mutterland der Porno-Industrie ist dergleichen bigotterweise nicht gern gesehen. Take-Two und seiner Tochter Rockstar Games müssen im Zuge des Vergleichs keine Strafe zahlen und haben auch kein Fehlverhalten zugegeben. Jedoch haben sie sich verpflichtet, bei künftigen Titeln darauf zu achten, dass ja kein Sex darin versteckt ist. Sollte doch welcher gefunden werden, droht ihnen eine Geldbuße von bis zu 11.000 Dollar pro verkauftem Spiel.

Bis zum 10. Juli darf der erzielte Vergleich öffentlich kommentiert werden, danach entscheidet die FTC, ob er in dieser Form finalisiert wird. Die Kommission sieht die Einigung offenbar vor allem als Präventivmaßnahmen. Ihr Anwalt Richard Kelly erklärte, die Übereinkunft "blicke in die Zukunft, um sicher zu stellen, dass so etwas nicht mehr vorkommt".

Die San-Andreas-Folge war die wegen Gewalt und Sex umstrittenste der GTA-Serie. Nur Tage nach ihrem Erscheinen vor rund einem Jahr veröffentlichte ein niederländischer Programmierer das Online-Programm "Hot Coffee", das Spieler zu versteckten anrüchigen Inhalten führte. Take-Two willigte daraufhin ein, einen Patch bereitzustellen, der den Zugang zu den expliziteren Szenen blockierte. Die Bewertung des Spiels wurde außerdem auf "Nur für Erwachsene" hochgesetzt. Später brachte Take-Two auch eine Version ohne die umstrittenen Sequenzen heraus, weil viele Händler keine Spiele in ihre Regale stellen, die nur für Kundschaft ab 18 zulässig ist.

Take-Two meldete außerdem für sein abgeschlossenes zweites Fiskalquartal einen deutlich höheren Nettoverlust von 50,4 Millionen Dollar oder 71 Cent nach einem Fehlbetrag von 8,2 Millionen Dollar oder zwölf Cent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das aktuelle Ergebnis verhagelten unter anderem höhere Kosten für Lizenzen und Softwareentwicklung sowie Wertberichtigungen von 26,3 Millionen Dollar. Immerhin: Beim Umsatz legte die New Yorker Firma um 19 Prozent auf 265,1 Millionen Dollar zu. (tc)

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