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Trickst die Telekom die Deutsche Fußball Liga aus?

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Eigentlich schien in Sachen Fußball-Bundesliga-Rechte alles klar: Die Kabelfirma Arena überträgt die kommende Saison im Pay-TV, die Telekom darf die Spiele im Internet zeigen. Streit ist nun darüber entbrannt, wie weit die Internet-Rechte gehen.

Rund 50 Millionen Euro zahlt die Deutsche Telekom an die deutsche Fußball Liga (DFL) für das Recht, Fußball-Bundesliga-Spiele live im Internet zu übertragen. Den kommerziell interessanteren Abschluss schien Arena abgeschlossen zu haben: Etwa 220 Millionen Euro lässt sich der Kabelanbieter das Recht kosten, die Spiele per Kabel und Satellit zu übertragen. Der TK-Riese beruft sich nun aber darauf, grundsätzlich die Rechte für die Übertragung von IP-Signalen per DSL, Kabel und Satellit zu besitzen. Theoretisch könnte die Telekom nach dieser Vertragsauslegung gemeinsam mit ihrem Partner Premiere die Spiele ähnlich wie Arena live im Fernsehen zeigen und müsste dafür deutlich weniger Geld in die Hand nehmen.

DFL-Präsident Werner Hackmann ist sauer. Er drohte am Wochenende damit, der Telekom die Internet-Übertragungsrechte im Extremfall wieder zu entziehen. Der "Bild"-Zeitung sagte Hackmann, es sei "nicht akzeptabel", wenn die Telekom Spiele nicht nur über DSL, sondern auch über Kabel und Satellit übertrage. In dem Konzept, mit dem sich der Konzern um die Rechte beworben hat, sei von Kabel und Satellit nicht die Rede gewesen.

Die Fußballfunktionäre waren offenbar davon ausgegangen, dass die Telekom nur solche Kunden ihres Partners Premiere mit Live-Bildern versorgt, die mit der neuen VDSL-Technik erreicht werden können. In der ersten Ausbaustufe wären das aber nur rund 360 000 Premiere-Abonnenten. Nach dieser Rechnung müsste aber jeder Fußball-Fan rund 138 Euro zahlen, damit das Angebot auch nur annähernd kostendeckend wäre.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, suchen derzeit beide Seiten nach einem Kompromiss, rüsten sich aber gleichzeitig für einen Rechtsstreit. Die DFL-Juristen sollen schon prüfen, ob und wie sich der Vorvertrag mit der Telekom - um mehr handelt es sich nämlich noch nicht - wieder lösen lässt. (hv)

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