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Sage setzt auf weitere Akquisitionen

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Der britische ERP-Anbieter will sein künftiges Wachstum in erster Linie durch Zukäufe ankurbeln.

"Akquisitionen sind der Killerfaktor für unser weiteres Wachstum", sagte Guy Berruyer, President von Sage für die Regionen Kontinentaleuropa und Asien. Als Beispiele führte er die im Geschäftsjahr 2003/2004 übernommenen Firmen SP, Softline und ACCPAC an. Schon im darauf folgenden Fiskaljahr sei es gelungen, Umsatz und Gewinnspannen der Zukäufe zum Teil deutlich zu steigern. Softline habe beispielsweise den Umsatz im Jahresvergleich um 16 Prozent verbessert, berichtete der Sage-Manager. ACCPAC konnte die operative Marge um 13 Prozentpunkte auf 27 Prozent erhöhen (siehe auch: Sage nach zweistelligen Umsatz- und Gewinnplus weiter zuversichtlich).

Damit hätten die Akquisitionen Berruyer zufolge einen signifikanten Anteil zum Wachstum des Enterprise-Resource-Planning-Anbieters (ERP) beigetragen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2005 wiesen die Briten einen Umsatz von 1,15 Milliarden Euro aus, 14 Prozent mehr als im Fiskaljahr zuvor (siehe auch: Sage meldet 14 Prozent Umsatzplus). Der Gewinn verbesserte sich um 16,5 Prozent auf rund 310 Millionen Euro. Um das Wachstum im laufenden Geschäftsjahr 2005/2006 anzutreiben setzt der Manager auf die jüngsten Zukäufe Logic Control in Spanien und Adonix aus Frankreich (siehe auch: "Sage kauft in Spanien ein" und "Sage verstärkt sich in Frankreich").

Mit dieser Strategie will der Anbieter von Business Software vor allem seine lokalen Standbeine stärken. Demnach sei es gelungen, mit den Akquisitionen der zurückliegenden Jahre einen Fuß in die Märkte Spanien, Polen, Südafrika, Kanada, Südostasien und Australien zu bekommen. Rund eine Million neuer Kunden habe man damit gewonnen. Diese forderten in erster Linie Softwarelösungen, die an die lokalen Regeln und Geschäftsgepflogenheiten angepasst seien. Daher werde Sage auch weiter eine dezentral ausgerichtete Organisation pflegen, kündigte Berruyer an. Die zugekauften Unternehmen könnten weitgehend autark in ihren Märkten arbeiten. Wegen der starken lokalen Ausprägungen gebe es keinen Sinn, die technische Integration der Produkte zu forcieren. Sage werde keine einheitliche Software für sämtliche Märkte entwickeln.

Für die weitere Expansion gebe es derzeit keine konkreten Pläne. Als interessanten Markt bezeichnete Berruyer China. Russland biete zwar auch Perspektiven, sei aber noch zu unsicher. Darüber hinaus wolle man aber die Bestandskunden nicht aus den Augen verlieren, versicherte der Sage-Manager. Auch hier gebe es nach wie vor Potenzial für mehr Geschäft. So setzten viele Kunden ältere Softwareversionen ein. Zudem könnte die eigene Klientel mit zusätzlichen Funktionen wie Customer Relationship Management (CRM) sowie erweiterten Serviceleistungen bedient werden. (ba)

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