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Intentia steckt weiter in den roten Zahlen

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In den anstehenden Merger mit dem US-amerikanischen ERP-Anbieter Lawson Software starten die Schweden mit einem Verlust und stagnierenden Umsätzen.

Unter dem Strich wies der schwedische Enterprise-Resource-Planning-Anbieter (ERP) Intentia im Geschäftsjahr 2005 ein Defizit von 3,66 Millionen Dollar aus, nachdem sich im vorangegangenen Jahr die Verluste noch auf 34,7 Millionen Dollar summiert hatten. Die Einnahmen beliefen sich wie schon im Fiskaljahr 2004 auf 376,8 Millionen Dollar.

Trotzdem entdecken die Intentia-Verantwortlichen auch positive Aspekte in ihrer Bilanz. So seien die Lizenzeinnahmen im Jahresvergleich um 11,7 Prozent auf 62,2 Millionen Dollar gestiegen. Wartungs- und Supportumsätzen hätten um 8,8 Prozent auf rund 82,1 Millionen Dollar zugelegt. Allerdings entwickelte sich das Segment Professional Services, das mit fast 58 Prozent den Grossteil des Intentia-Geschäfts ausmacht, leicht rückläufig. Die Einnahmen gaben im Jahresvergleich leicht um 1,8 Prozent auf 217,9 Millionen Dollar nach. Auch das Hardwaregeschäft ist rückläufig. Hier brachen die Umsätze um rund 40 Prozent auf 14,5 Millionen Dollar ein.

Im Abschlussquartal 2005 meldeten die Schweden Einnahmen in Höhe von 111,6 Millionen Dollar nach einem Umsatz von 113 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Unter dem Strich blieb ein Profit von 4,7 Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2004 belief sich das Plus allerdings noch auf 14,2 Millionen Dollar.

Intentia-CEO Bernard Sciard glaubt sich dennoch auf dem richtigen Weg. Vor allem die steigenden Lizenzeinnahmen seien ein Beleg dafür, dass der Anbieter von Business Software auf dem richtigen Weg sei. Sciard will sich auch in Zukunft auf bestimmte Märkte wie beispielsweise Bekleidungsindustrie und Nahrungs- und Genussmittel konzentrieren. Außerdem solle der Fokus der Professional-Services-Abteilung weiter geschärft und neue Produktversionen speziell an die Anforderungen bestimmter lokaler Märkte angepasst werden.

Die Bestandskunden migrierten nur langsam auf die neuen Produkte und Architekturen, räumte der Intentia-Chef ein. Darin liege jedoch eine Chance für das laufende Geschäftsjahr, seine Klientel zum Umstieg zu bewegen. In der Folge soll auch der Anteil der Maintenance-Einnahmen am Gesamtumsatz steigen. Dieser betrage derzeit nur 22 Prozent und liege damit unter dem Branchendurchschnitt, bemängelte Sciard.

Inwieweit diese Strategie im Zuge des Mergers mit Lawson Software Bestand hat, bleibt abzuwarten (siehe auch: Lawson Software übernimmt Intentia). Ursprünglich sollte die Fusion bereits Ende des vergangenen Jahres vollzogen sein. Zusätzliche Untersuchungen der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) haben diesen Zeitplan jedoch durcheinander gebracht. Die Verantwortlichen visieren nun Ende April als wahrscheinlichen Fusionstermin an. (ba)

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