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Mashup Camp lockt kreative Entwickler

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Die vielleicht kurioseste IT-Veranstaltung überhaupt ist das Mashup Camp: Entwickler mixen populäre Techniken und erzielen erstaunliche Ergebnisse.

Im Computer History Museum im kalifornischen Mountain View trafen sich Anfang der Woche 300 IT-Freaks, um über Mashups zu sprechen - Anwendungen, die aus der Kombination frei verfügbarer Programme über Programmierschnittstellen (APIs) entstehen. Dass das Mashup Camp nicht weit vom Google-Hauptquartier entfernt stattfand, ist wenig verwunderlich, lieferte der Suchmaschinenriese doch mit Google Maps eine beliebte Komponente für die präsentierten Mashups.

Chicagocrime.org ist bei der Suche nach einer sicheren Wohngegend ganz hilfreich.
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Den ausgeschriebenen Preis für die beste Mashup-Idee erhielt das relativ einfach aufgesetzte Konzept Podbop.org. Auf der Website können sich nutzer über die in ihrer Stadt stattfindenden Konzerte informieren und erhalten mit Hilfe frei verfügbarer MP3-Dateien gleich eine Hörprobe der auftretenden Interpreten. Deutlich komplexer ist das vom zweiten Sieger vorgestellte Mashup Chicagocrime.org. Die Betreiber haben eine Verbrechensdatenbank des Chicago Police Department mit Google Maps verbunden, was interessierten Besucher erstaunliche Recherchemöglichkeiten bietet.

Flyspy löst eines der größten Probleme unserer Zeit - die Suche nach dem günstigsten Flugticket.
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Aber auch die Konzepte auf den hinteren Plätzen können sich sehen lassen: So hat Flyspy-Entwickler Robert Metcalf (nicht der Ethernet-Erfinder) eine Methode entwickelt, den kostengünstigsten Zeitpunkt für einen Flug zwischen zwei US-Großstädten zu berechnen und grafisch anzuzeigen - eine ähnliche Recherche im Buchungssystem Orbitz würde vermutlich einen halben Tag dauern. Das tägliche Leben zu erleichtern, ist auch das Ziel von TrainCheck: Nutzer, die per SMS oder E-Mail mitteilen, welchen Bahnhof sie in Kürze erreichen, erhalten als Antwort Abfahrtszeit und Ziel der nächsten drei Züge, die den Bahnhof verlassen. Ähnlich wie die meisten Konzepte ist der Nutzungsradius stark eingeschränkt. Der Dienst funktioniert derzeit nur für Züge in der San Francisco Bay Area und das Washington Metro-System.

Dank Attendr: Nie wieder unvorbereitet auf Partys und andere Treffen...
Dank Attendr: Nie wieder unvorbereitet auf Partys und andere Treffen...
Dank Attendr: Nie wieder unvorbereitet auf Partys und andere Treffen...

Wie komplex die Kombinationen mitunter sein können, zeigt Attendr, ein Mashup für Konferenzen, Partys und andere Treffen. Neben der Gästeliste bindet die Web-Anwendung die APIs von Google Maps, Yahoos Geocoder, Flickr und Technorati ein. Eine erste Umsetzung von Attendr findet sich unter http://attendr.com/mashupcamp.

Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung laufen bereits die ersten Vorbereitungen für Mashup Camp2. Ort und Termin stehen noch nicht fest und sollen diesmal demokratisch entschieden werden. Außerdem wollen die Veranstalter dafür Sorge tragen, dass alle Interessenten, seien es Lieferanten von APIs oder der zugrunde liegenden Infrastruktur, Mashup-Entwickler oder Beobachter aus Presse, Forschung und Venture-Capital-Szene Zugang erhalten.

Zu den illustren Gästen (und Sponsoren) der vergangenen Veranstaltung zählten neben Google auch AOL, Adobe, Ebay, Yahoo, Microsoft, Salesforce.com und Sun sowie die Open-Source-Firmen Zend und Spikesource. Bekannte Vertreter von Web 2.0 wie Flickr, Socialtext und Tagcloud fehlten ebenso wenig wie Presse und Risikokapitalgeber.

Für Interessenten, die nun spontan beschlossen haben, mit einem eigenen Mashup auf der nächsten Veranstaltung aufzutauchen, noch zwei kleine Tipps: Das Wiki WSfinder bietet eine Sammlung aller frei verfügbaren APIs und Web Services. Aus diesen dürfte sich bestimmt das eine oder andere neue Mashup bauen lassen. Was alles geht, zeigt http://www.programmableweb.com/mashups, eine Liste mit aktuell knapp 450 Mashups. (mb)

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