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Linux-Protagonisten kontern Microsofts TCO-Kampagne

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Mit einer neuen Studie treten Anhänger der Open-Source-Community Microsofts umstrittener Get-the-Facts-Initiative entgegen.

Immer wieder kamen von Microsoft finanzierte Analystenstudien zu dem Ergebnis, Linux verursache unterm Strich mehr Betriebskosten (TCO = Total Cost of Ownership) als ein vergleichbares Windows-System (siehe: Microsoft: Linux ist nicht billiger). Der Softwarekonzern nutzte die angeblich neutralen Erhebungen im Rahmen seiner Get-the-facts-Kampagne, die sich insbesondere gegen die Open-Source-Konkurrenz richtet. Linux-Protagonisten kontern diese Aussagen nun mit einer eigenen Erhebung.

Initiatoren sind die Open Source Development Labs (OSDL), der kalifornische Softwareanbieter Levanta und das Marktforschungshaus Enterprise Management Associates (EMA). Die von EMA veröffentlichte Studie betrachtet das Thema Linux-Management unter mehreren Aspekten, darunter Provisioning, Patch-Management, Problembehebung und Kosten.

Die Ergebnisse belegten, dass die von Microsoft zitierten Studien veraltet seien, kommentieren OSDL und Levanta. So gaben 88 Prozent der Befragten an, die Verwaltung einer Linux-Umgebung verursache weniger Aufwand als eine Windows-Installation. Die durchschnittlichen Kosten für Linux lägen nicht mehr deutlich über denen eines Microsoft-Systems. Die Windows-Company hatte unter anderem auf eine Meta-Group-Studie vom Juni 2005 verwiesen. Darin behaupten die Analysten, Windows lasse sich schneller installieren, konfigurieren und verwalten als Linux. Weitere von Microsoft gesponserte Untersuchungen brachten ähnliche Erkenntnisse (siehe: Microsoft heizt Kostendebatte um Windows und Linux weiter an).

Der EMA-Bericht kommt zu anderen Ergebnissen. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, einen Linux-Server in weniger als einer Stunde aufsetzen zu können, 20 Prozent benötigen weniger als 20 Minuten. Anwender, die bereits ausgereifte Linux-Management-Tools einsetzen, tun sich laut EMA noch leichter. In vielen Fällen sei Linux erheblich billiger zu beschaffen und zu betreiben als Windows, resümieren die Autoren. Die Studie ist kostenlos über Levantas Website zu beziehen. (wh)

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