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Mark Benioff ruft das Business-Web aus

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Nicht unbedingt überraschend sieht sich Salesforce.com-Chef Mark Benioff durch die kürzlich gezielt indiskretionierten Memos von Bill Gates und Ray Ozzie bestägigt.

Vorgestern schrieb er an seine Belegschaft unter anderem: "Was passiert da? Dies ist eine Zeit seismischer Verschiebungen in unserer Branche. Das Internet ersetzt den Status Quo, und alte Modelle von Softwarekosten und -komplexität werden durch neue Modelle von Erschwinglichkeit und einfacher Benutzung abgelöst."

Im vergangenen Monat habe Salesforce.coms Wettbewerber Nummer eins (gemeint ist Siebel Systems) sich ergeben und eingewilligt, neben anderen früheren Wettbewerbern seinen Platz im "Schattige-Pinien-Ruheheim für Software" einzunehmen, der auch als Oracle bekannt sei (Benioff arbeitete früher selbst für Larry Ellison). Ein gnädiges Ende für die Kunden von Salesforce.com, eine Zeit der Kon"fusion" für die von Siebel, lästert Benioff.

Die Softwareindustrie mache einen Wandel durch, wie sie ihn in den vergangenen 20 Jahren und dem Aufkommen des PC nicht mehr erlebt habe. Es gebe dafür viele Namen - On-demand, Web 2.0, Software als Service. Alle führten zum gleichen Schluss: Die Zeit des traditionellen Geschäfts- und Technikmodells für Software "Laden, updaten und upgraden" sei vorbei. Es sei Zeit für "Das Business-Web", so Benioff.

Neben bereits etablierten Spielern wie Google oder seiner eigenen Company gebe es eine neue Art von Start-ups, die zeigten, dass das Business-Web erst am Anfang stehe, dass es neue Techniken gebe, die traditionelle Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und andere Bürotätigkeiten durch Internet-Dienste ersetzten. Firmen wie Writely, Numsum, Zimbra oder Goffice durchbrächen Microsoft hypnotische Trance, dass Microsoft Office und seine Myriaden von Clients und Servern, die heute installiert seien, einfach ein Dinosaurier ist.

Vor zehn oder auch nur fünf Jahren seien solche Firmen wohl noch undenkbar gewesen. Heute aber machten breit akzeptierte technische Standards wie Ajax sie möglich, und Verbraucher und Firmen, die mit dem Tempo der Veränderung bei Microsoft unzufrieden seien, machten sie nötig.

Genauso wie die Mainframe-Hersteller in der Client-Server-Zeit um Relevanz gekämpft hätten, finde sich Microsoft heute in einer schlechteren Lage, weil nicht nur sein technisches, sondern auch sein Geschäftsmodell obsolet geworden sei. Im Business-Web zum Beispiel habe Microsoft heute keinen Platz.

Hinweis: Das komplette Memo von Mark Benioff können sie bei "Cnet" (in englischer Sprache) nachlesen. (tc)

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